Neue Bürgerinitiative

Gurgltaler formieren sich gegen Fernpasstunnel

Tirol
29.03.2024 17:00

In der Bevölkerung brodelt es seit der Enthüllung des „Fernpasspaketes“ mit Tunnel und Maut. Die erste mündliche Verhandlung in Nassereith wurde von Demonstranten aus beiden Seiten des Fernpasses „begleitet“. Gleichzeitig war es die Stunde null der neuen Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal“.

Das Ziel ist ganz klar: Verhinderung des Projektes. Welches Projekt wohl gemeint ist, wenn sich in Nassereith Bürgerinnen und Bürger versammeln, dürfte auch klar sein: der Fernpasstunnel mit dazugehöriger Maut. Wer will das verhindern? Jedenfalls jene überraschend große Menschenmenge, die am Donnerstagvormittag die Landesbeamten, die zur ersten mündlichen Verhandlung gekommen waren, „empfangen“ hat.

Klare Botschaft auf dem Transparent, rechts daneben Initiator Ludwig Gruber.
Klare Botschaft auf dem Transparent, rechts daneben Initiator Ludwig Gruber.(Bild: Hubert Daum)

„Lebensraum Gurgltal“ aus der Taufe gehoben
„Dieser Tunnel ergibt für niemanden Sinn, das ist Verschwendung von sehr viel Steuergeld“, hörte man aus der Hundertschaft, die sich via Internet formiert hatte und aus dem gesamten Gurgltal anreiste. Aber auch Außerferner demonstrierten mit ihrem Rüberfahren gegen das „Drüberfahren“ der Landespolitik. Das Treffen vor dem Nassereither Gemeindeamt sollte gleichzeitig auch die Stunde null für die Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal“ sein. Initiator Ludwig Gruber: „Nächste Woche folgt die offizielle Gründung.“ Unterschriften dafür gab’s reichlich.

Viele wurden gleich Mitglied der Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal“.
Viele wurden gleich Mitglied der Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal“.(Bild: Hubert Daum)

Keine Mehrheit für Volksbefragung
Eine Entlastung der Bevölkerung stehe gar nicht zur Debatte, so Gruber, im Gegenteil: Die Konsequenzen dieser Konzeption seien für die hier lebenden Bürger nicht zu akzeptieren. Übrigens: In der letzten Gemeinderatssitzung wollte Nassereiths Vize-BM Christian Öfner eine Volksbefragung erwirken, fand aber nicht die nötige Zweidrittelmehrheit bei den Mandataren, die ja von den Bürgern gewählt sind.

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