Sardische Gesänge sorgten beim Psalm-Festival in der Grazer Helmut-List-Halle für ein ganz besonderes Erlebnis. Die Cuncordu e Tenore de Orosai machten mit traditionellen Vokalstücken für die Osterzeit vertraut.
Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Im Kreis, mit dem Rücken zum Publikum, stehen die Cuncordu e Tenore de Orosai auf der Bühne. Eindringlich stimmt Vorsänger Piero Pala einen geschwungenen Cantus an. Im Wechsel setzen seine drei Kollegen ein – füllig warm, kehlig reibend und prachtvoll.
So beginnt beim Psalmfestival mit traditionellen Vokalstücken für die Osterzeit aus Orosei auf Sardinien der „Sardische Frühling“. Die teils sakralen, teils volkstümlichen Gesänge des seit 40 Jahren auftretenden Ensembles sind ein Erlebnis, auf das man sich trotz einer gewissen Einförmigkeit gern einlässt. Einerseits, weil sie mit ihren harmonischen Schwebungen und der drängenden Rauheit ihres speziellen Kehlkopfgesangs durch Mark und Bein gehen. Andererseits, weil sie eine religiöse Praxis begreifbar machen, die sich unmittelbar aus der lokalen Volkskultur speist.
Tänze und Choräle
Springtänze („Dillu“) gehen hier direkt in ein Stabat Mater oder Magnificat über – eine erfrischend lebensnahe Glaubensanschauung.
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