Der Wirtschaftshof der Stadt Salzburg versteigerte seinen gesamten Fundus an Fundsachen an den Höchstbieter. Der ist ein alter Bekannter – hat er doch bereits drei Mal abgeräumt.
Koffer türmen sich in den Regalen im Wirtschaftshof, Schmuck liegt über vier Meter in einer Auslage, dazwischen stehen Kinderwägen und Elektroroller – das alles gehört seit Dienstag Andreas Pohl. Der 29-jährige Salzburger hat die Fundsachen der Stadt Salzburg ersteigert. Der Wirtschaftshof freute sich über ein leeres Lager, Pohl über einen vollen Lieferwagen mit seinen „Schätzen“. Was im Europark, in Zügen oder im Ikea liegen geblieben, unbeschädigt ist und nach einem Jahr nicht abgeholt wurde, versteigerte der Magistrat an den Höchstbieter. „12.600 Artikel gingen 2023 in der Stadt verloren, davon fanden 46 Prozent ihren Besitzer wieder“, sagt Doris Lanschützer, Leiterin des Pass- und Fundamts.
Die Bieter konnten sich alle Fundsachen für 15 Minuten anschauen und gaben dann ein Gebot in einem verschlossenen Umschlag ab. Mindestsumme: 1500 Euro. Pohl hat das Lager wie schon in den drei Jahren davor erneut geleert. „Ich finde Versteigerungen einfach spannend“, sagt der Journalist. „Es ist immer etwas Neues dabei, das macht es interessant.“ Wie viel Pohl bezahlt hat, will er nicht verraten. Was er mit Koffern, Skiern, Schmuck, Rollstühlen, Helmen und Elektrogeräten macht? Weiterverkaufen – an Freunde und Bekannte, online und auf Flohmärkten. Ganz selten tauscht er aus, was er bereits besitzt: „Ich habe doch schon alles.“ Sein neues Hab und Gut musste Pohl direkt einladen und mitnehmen.
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