Bis zu einem Jahr warten – das kann Steirern blühen, wenn sie (dringend) einen Facharzt brauchen. Dieses Lotteriespiel stößt vielen auf – die steirische FPÖ nimmt nun den grünen Gesundheitsminister Johannes Rauch in die Pflicht
Der Weg zum Dermatologen, der Gynäkologin oder der Augenärztin wird für viele Steirer immer öfter zur Odyssee – denn es kann schon einige Monate dauern, bis ein fachärztlicher Behandlungstermin frei ist.
Der „Krone“-Bericht am Freitag über die langen Wartezeiten und eine Pensionierungswelle bei den Kassenärzten sorgt für Aufregung – und ein politisches Nachspiel für den grünen Gesundheitsminister Johannes Rauch. Marco Triller, FPÖ-Gesundheitssprecher, will von ihm nämlich via parlamentarischer Anfrage Antworten zur „kassenärztlichen Versorgungssituation in der Steiermark“. „Der sich weiter zuspitzende Kassenärztemangel hat sich seit Jahren abgezeichnet, wurde von ÖVP, SPÖ und Grünen jedoch viel zu lange sträflich ignoriert. Es braucht nun als ersten Schritt rasch die Ausarbeitung einer Gesamtstrategie zur Besetzung von offenen Kassenplanstellen“, poltert Triller.
Masern, Keuchhusten: Kasse soll Tests zahlen
Indes nimmt auch die steirische Ärztekammer die ÖGK in die Pflicht – und zwar auch in einem anderen Bereich. Die Kasse soll künftig für ihre Versicherten die Kosten von Tests, die gefährliche Infektionskrankheiten frühzeitig erkennen lassen, übernehmen. Derzeit müssen Patienten beispielsweise für Influenza-, Masern- oder Keuchhusten-Schnelltests selbst tief in die Tasche greifen.
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