Ein zehn Tonnen schwerer Felsen stürzte auf die B162 in Salzburg und verfehlte ein Ehepaar nur knapp. Wie lässt sich die Unfallstelle besser sichern?
Sie erholen sich im Schwarzacher Krankenhaus langsam von ihren Blessuren. Auch zwei Tage später können zwei Tennengauer (47, 49) immer noch kaum fassen, was ihnen am Sonntagabend in Abtenau passiert ist. Ein knapp zehn Tonnen schwerer Felsbrocken durchschlug eine Steinschlagsicherung und stürzte auf die Lammertal Straße (B162). Das Ehepaar konnte mit ihrem Pkw nicht mehr ausweichen, ihr Auto prallte gegen den Felsen – die „Krone“ berichtete.
Beide konnten selbst aus dem schwerst beschädigten Fahrzeug aussteigen. „Ihnen geht es den Umständen entsprechend“, sagt Lars Atorf vom Schwarzacher Klinikum. Und: „Sie meinten, dass sie einen Schutzengel mit dabei hatten.“ Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich der Felsbrocken nur wenige Sekunden später oberhalb der Straße am Voglauberg gelöst hätte. Der Pkw hatte zum Zeitpunkt des Unfalls einen Tieranhänger montiert. In diesem befand sich – wie berichtet – eine Kuh. Da schwerst verletzte Tier musste notgeschlachtet werden.
Der Stein kam am Straßenrand zu liegen, ist mittlerweile entfernt. Landesgeologe Ludwig Fegerl war bereits zweimal an der Unfallstelle. Er ist sich sicher: „Derzeit besteht keine akute Gefahr mehr.“ Die B162 ist derzeit uneingeschränkt befahrbar. Einen zukünftigen Steinschlag will der Experte dennoch nicht ausschließen. Man erwägt daher in Absprache mit dem Grundeigentümer zusätzliche Schutzmaßnahmen. Fegerl: „Es stehen mehrere Optionen im Raum, die noch geprüft werden.“
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