Schwerer Betrug

Online-Ganoven erbeuteten Tausende Euro von Opfern

Tirol
06.02.2024 15:00

Gleich zwei Fälle von Internetgaunereien wurden nun in Tirol bekannt! Ein Belgier (22) fiel auf einen vermeintlichen Mitarbeiter einer Firma herein und wurde um mehrere Tausend Euro betrogen. Eine 54-jährige Einheimische überwies einem Unbekannten auf einer Social-Media-Plattform ebenfalls mehrere Tausend Euro.

Ein 22-jähriger Belgier erhielt Ende Jänner einen Anruf eines vermeintlichen Mitarbeiters einer belgischen Firma. Diese würde für Bankomatkartenverluste eine Hilfe- und Sperrhotline anbieten. Der Anrufer teilte dem Opfer mit, dass auch auf seinem Bankkonto eine unübliche Überweisung stattgefunden habe.

Zitat Icon

In weiterer Folge wies der Unbekannte den Mann an, zwei weitere Überweisungen im 4-stelligen Eurobereich durchzuführen, um die erste Überweisung rückgängig zu machen.

Die Polizei

Da der Verdacht bestünde, dass sein Konto gehackt worden sein, überprüfte der Mann sein Konto und stellte fest, dass tatsächlich eine Transaktion von einigen Tausend Euro getätigt wurde. Diese habe er, so die Polizei, selbst nicht getätigt.

Per App Zugriff auf das Handy
Der Anrufer verleitete den 22-Jährigen schließlich auch dazu, sich eine App herunterzuladen, damit er Zugriff auf das Handy des Opfers erhalte. „In weiterer Folge wies der Unbekannte den Mann an, zwei weitere Überweisungen im 4-stelligen Eurobereich durchzuführen, um die erste Überweisung rückgängig zu machen“, so die Polizei.

Die erste Überweisung konnte vom Bankinstitut gestoppt werden. Die beiden weiteren jedoch nicht. Es entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

Auf „Love-Scam“ hereingefallen 
Mit einer anderen Masche tappte eine 54-jährige Tirolerin aus dem Bezirk Landeck Betrügern in die Falle. Ein unbekannter Mann machte ihr auf einer Social-Media-Plattform Avancen und gab vor, keinen Zugriff auf sein Bankkonto zu haben.

Zitat Icon

Nachdem die 54-Jährige dem Täter am 5. Februar 2024 mitteilte, dass sie kein Geld mehr habe, wurde sie von einer vermeintlich weiteren Person über eine Social-Media-Plattform angeschrieben.

Die Polizei

„Um seine Glaubwürdigkeit zu untermauern, übermittelte er dem Opfer ein Falsifikat eines deutschen Reisepasses“, so die Ermittler. Zwischen 11. Dezember und 1. Februar kam es zu elf Transaktionen, in denen die Frau dem Unbekannten mehr als Zehntausend Euro überwiesen hatte oder Online-Gutscheine kaufte.

„Nachdem die 54-Jährige dem Täter am 5. Februar 2024 mitteilte, dass sie kein Geld mehr habe, wurde sie von einer vermeintlich weiteren Person über eine Social-Media-Plattform angeschrieben und informiert, dass sie offenbar an einen Betrüger geraten sei“, so die Polizei. Für die Ausforschung des Mannes könne sie jedoch eine Überweisung von über 1000 Euro tätigen. Dieser Aufforderung kam sie nicht nach und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Tirol



Kostenlose Spiele