Abenteuerliche Geschichten tischte am zweiten Prozesstag in Graz ein Serbe auf, der in die gigantische Cannabis-Produktion in mehreren Wohnhäusern involviert gewesen sein soll. Darunter auch eine wunderschöne Villa in Graz.
Der 40-jährige Serbe soll laut Staatsanwaltschaft eines der vielen Rädchen gewesen sein, die dazu beitrugen, dass unter anderem in einer Grazer Villa und anderen Wohnhäusern in Graz und Wien eine Tonne Cannabis gezüchtet wurde.
„Habe nichts damit zu tun“
Der Mann soll insofern mitgewirkt haben, indem er Personen vermittelte, die die Wohnobjekte anmieteten. Er soll auch Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben, am illegalen Abzapfen von Strom (für Belüftung und Beleuchtung) beteiligt gewesen sein und Equipment besorgt haben.
Seine Befragung nahm viel Zeit in Anspruch, seine Verantwortung war eher kurz und bündig: „Ich habe damit gar nichts zu tun.“
Interessante Suchanfragen
Wie aber etwa eine Rechnung für die Ausrüstung zur Drogenaufzucht just in seine Brotbox kam, kann er sich genauso wenig erklären, wie die Tatsache, dass im Verlauf seines Laptops Suchanfragen zum Thema „Gewerbeobjekte zu mieten in Österreich“ gefunden wurden.
Der Laptop würde seinen Eltern gehören. Und auch das Auto, das bei den Tatorten gesehen wurde, hätte er einem Kollegen verkauft. Keine Ahnung, was der damit gemacht hat. Es war aber der gleiche Kollegen, der möglicherweise die Rechnung in seiner Brotbox vergessen hat - vertagt.
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