04.05.2012 09:55 |

Gebäude zerstört

Großbrand auf Kloster-Gelände in Bregenz

Ein Großbrand hat in der Nacht auf Freitag mehrere Gebäude auf dem Gelände des Bregenzer Klosters Mehrerau zerstört. Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen bis in die Morgenstunden. Eine Feuerwehrfrau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Die Ursache für den Brand ist bislang nicht bekannt.
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Das Feuer war gegen 0.45 Uhr in der Tischlerei des Bregenzer Klosters ausgebrochen. Anrainer schlugen sofort Alarm. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen mehrere Gebäude bereits lichterloh in Flammen. Laut Einsatzleiter Jürgen Zimmermann handelte es sich dabei um ein Ensemble von dicht aneinanderstehenden Objekten - unter anderem waren in ihnen Lager- und Arbeitsräume untergebracht.

120 Feuerwehrleute im Einsatz
"Als wir ankamen, standen Teile der Lagerhalle und der Tischlerei in Vollbrand", sagte Zimmermann. Eine große Herausforderung sei der anfängliche Wassermangel gewesen. Vier Hydranten wurden angezapft, die Kapazität war dennoch zu gering. Die Feuerwehrleute legten parallel Leitungen zum nahe gelegenen Bodensee. "Das einzurichten, dauert seine Zeit", so der Einsatzleiter. Insgesamt standen mehr als 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie konnten die Flammen schließlich unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen des Feuers auf weitere benachbarte Objekte verhindern.

"Teile der Gebäude einsturzgefährdet"
Am Vormittag war man dann damit beschäftigt, mit Baggern die Brandruine auszuräumen, um Glutnester unter den noch stark rauchenden Trümmern abzulöschen. "Teile der Gebäude müssen abgebrochen werden, weil sie einsturzgefährdet sind", sagte Zimmermann. Daher sei der Einsatz für die Feuerwehr noch immer nicht ungefährlich. Die andauernden Löscharbeiten verzögern auch den Einsatz der Brandermittler. Die Polizei will spätestens am Samstag mit den Ermittlungen zur Brandursache beginnen.

"Große Betroffenheit im Kloster"
"Es herrscht große Betroffenheit", schilderte Mehrerau-Sprecher Harald Schiffl am Freitag die Stimmung im Kloster. Ebenso groß sei aber auch die Dankbarkeit gegenüber der Feuerwehr, die noch Schlimmeres verhindert habe. So blieben das Kloster selbst sowie Schule und Internat von den Flammen verschont. Schiffl: "Der Schulbetrieb geht ganz normal weiter."

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