Di, 25. September 2018

Aus für Käsekrainer?

04.04.2012 16:01

Slowenien will sich "Krainer Wurst" patentieren lassen

Droht der Käsekrainer das Aus? Slowenien will die auch in Österreich verwendete Bezeichnung "Krainer Wurst" als geschützte Herkunftsbezeichnung eintragen lassen. Der EU-Kommission liege ein entsprechender Antrag auf alleinige Unterschutzstellung vor, gab das Patentamt am Mittwoch in einer Aussendung bekannt. Österreich will das nun beeinspruchen.

Würde die EU-Kommission dem Antrag der Slowenen stattgeben, wäre das laut Patentamt mit großer Wahrscheinlichkeit das Ende für die in Österreich verwendeten Bezeichnungen wie "Krainer" oder "Käsekrainer".

Konkret wollen Wirtschaftskammer, Landwirtschaftsministerium sowie Experten der Veterinärmedizinischen Universität mit Unterstützung des Patentamtes Einspruchsgründe bei der EU-Kommission geltend machen.

"Enormer Absatzverlust"
"Die Aufhebung der Verwendungsmöglichkeit des Begriffs 'Krainer' für österreichische Wurstwaren wäre für heimische Produzenten mit einem enormen Absatzverlust und großen Umstellungskosten auf eine neue Namensgebung verbunden", so der Präsident des Patentamtes, Friedrich Rödler.

Die "Krainer Wurst" stammt tatsächlich aus der slowenischen Landschaft Krain. Das grobe Wurstbrät besteht traditionell aus 68 Prozent Schweine- und zwölf Prozent Rindfleisch sowie 20 Prozent Speck. Die einzigen erlaubten Zusätze sind Wasser, Salz, Knoblauch und Pfeffer. Die Käsekrainer soll erst um 1980 in Österreich entstanden sein und gehört heute zu den beliebtesten Wurstsorten am traditionellen Wiener Würstelstand.

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