Digitale Unterstützung

So hilft KI den heimischen Apotheken

Künstliche Intelligenz ist im Alltag kaum mehr wegzudenken - sei es im Berufsleben oder in der Freizeit. Auch die heimischen Apotheken haben für sich die digitalen Helfer entdeckt und setzen diese bereits erfolgreich ein. Wo diese in den österreichischen Apotheken eingesetzt wird und warum dies ausgebildetes Personal nicht ersetzen kann, erklärt im heutigen Gesundheitsmagazin Priv.-Doz. DDr. Philipp Saiko von der Apothekerkammer Wien. 

Künstliche Intelligenz (KI) kann mittlerweile so viel eigenständig erledigen, dass manche anhand der Bandbreite der Nutzung erschrocken sind. Bilder, Texte und auch Videos können von diesen Programmen bereits erstellt werden. Die heimischen Apotheker nutzen auch diverse KIs für den Arbeitsalltag. Gerade wenn es um pharmakologisches und medizinisches Fachwissen geht, sind solche Programme kaum mehr wegzudenken. 

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„Wenn Sie an die ungeheure Menge an Fachwissen denken, die es gerade im pharmazeutisch, medizinischen & pharmakologischen Bereich gibt, das kann sich kein Mensch mehr merken [...] Insofern kann künstliche Intelligenz sehr hilfreich sein Informationen zu sortieren und manche Recherchen zu erleichtern“

Priv.-Doz. DDr. Philipp Saiko

So kann das digitale Angebot uns allen helfen
Durch digitale Angebote - ganz besonders diverse Apps - können für Jung und Alt, für Frau und Mann hilfreiche Unterstützung angeboten werden. Beispielsweise können Apps hier bei der Suche nach der Urlaubsapotheke helfen oder die nächste diensthabende Nachtapotheke in der Umgebung anzeigen. Auch für die ältere Generation können personalisierte Apps eine Unterstützung im Alltag sein. So kann durch eine App an die regelmäßige Einnahme von wichtigen Medikamenten erinnert werden und somit der Erfolg der Therapie gemessen werden.

Derzeit wird in den heimischen Apotheken auch daran gearbeitet, dass die Arzneimittel noch genauer an die körperlichen Gegebenheiten des Patienten abgestimmt werden. Auch hier kann KI die heimischen Apotheken unterstützen. Ziel ist es die Nebenwirkungen zu minimieren und den Therapieerfolg zu maximieren. Wie das funktionieren kann, zeigt Estland vor. Hier wird bereits seit der Jahrtausendwende mittels Blutproben eine Gendatenbank für alle Bürgerinnen und Bürger aufgebaut. So sollen neue Einsichten im Zusammenhang von Genen und Umwelteinflüssen bei Krankheiten gewonnen werden. Auf individueller Ebene sollen bessere Prognosen sowie Behandlungsvorschläge und Risikoprofile für bestimmte Krankheiten entwickelt werden.

Deswegen wird KI die Apotheker nicht ersetzen
Die über 6800 Apotheker in Österreich brauchen jetzt aber keine Angst haben, durch Computerprogramme ersetzt zu werden. Denn Apotheken sind weiterhin Orte des Vertrauens und des persönlichen Kontaktes mit ausgebildetem Personal. Über 500.000 Beratungsgespräche werden täglich von den heimischen Apothekern geführt. Durch künstliche Intelligenz kann die Qualität der Beratung abgerundet werden, jedoch nicht ersetzt. 

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„Wir spulen keine einprogrammierte Abfolge von Fragen und Wiederholungen ab, sondern hören aufmerksam zu und fragen aktiv nach, beraten und informieren dann. Genau deshalb kann die Künstliche Intelligenz uns nicht ersetzen“

Priv.-Doz. DDr. Philipp Saiko

Was krone.tv Moderatorin Raphaela Scharf noch von Priv.-Doz. DDr. Phillip Saiko erfahren hat, sehen Sie im krone.tv Video.

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