António Guterres:

UNO-Nachhaltigkeitsziele „brauchen Rettungsplan“

Ausland
18.09.2023 12:05

In New York kommen am Montag Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zu einem Gipfeltreffen für nachhaltige Entwicklung zusammen. UNO-Generalsekretär António Guterres forderte bereits einen „Rettungsplan“ für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen im Kampf gegen Armut, Hunger und Ungleichheit auf der Welt.

„Es geht darum, historisches Unrecht wiedergutzumachen, globale Spaltungen zu überwinden und unsere Welt auf den Weg zu dauerhaftem Frieden zu bringen“, sagte Guterres. Laut ihm sind unter anderem nationale Strategien nötig, um Armut und Ungleichheit zu reduzieren und die Haushalte auf das Erreichen der Entwicklungsziele auszurichten.

Die UNO-Mitgliedstaaten hatten die sogenannte Agenda 2030 vor acht Jahren beschlossen. Ziele sind unter anderem das Beseitigen von Hunger und extremer Armut, die Gleichstellung von Frauen und Männern und das Begrenzen des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad. Während in den ersten Jahren noch Fortschritte erzielt wurden - zum Beispiel bei der Reduktion von Kindersterblichkeit und beim Zugang zu Elektrizität - , haben die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und klimabedingte Katastrophen inzwischen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

UNO-Generalsekretär António Guterres will einen „Rettungsplan“ für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. (Bild: AP)
UNO-Generalsekretär António Guterres will einen „Rettungsplan“ für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Jedes dritte Ziel unverändert
Die UNO geht davon aus, dass im Jahr 2030 noch immer 575 Millionen Menschen in extremer Armut leben und mehr als 600 Millionen Menschen hungern. Die Weltgemeinschaft ist weit davon entfernt, ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Laut einem UNO-Bericht sind lediglich 15 Prozent der Ziele auf dem richtigen Weg, bei ungefähr jedem dritten (30 Prozent) gibt es keine Veränderung oder sogar Rückschritte.

Der Nachhaltigkeitsgipfel in New York dauert zwei Tage. Der Dienstag fällt mit der Generaldebatte der UN-Vollversammlung zusammen. Für Österreich wird Bundespräsident Alexander Van der Bellen das Wort ergreifen und zum Handeln appellieren. „In einer Welt, in der wir uns Kipppunkten nähern, können wir uns Untätigkeit nicht leisten“, heißt es im Redetext. Zudem ist Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) vor Ort und wird sich gemeinsam mit Van der Bellen mit Guterres treffen.

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