Drei vermeintliche Dachdecker boten diese Woche einem Mann in Hausmannstätten an, sein Carport zu sanieren. Am Ende verlangten sie mehr Geld als vereinbart - das Opfer bezahlte den drei Rumänen mehrere zehntausend Euro. Die verrichtete Arbeit war aber nur Pfusch. Die Betrüger wurden inzwischen gefasst.
Drei Rumänen (22, 24 und 39 Jahre alt) boten am Montagnachmittag einem Mann in Hausmannstätten (Graz-Umgebung) an, das Carport bei seinem Haus fachgerecht zu sanieren. Die Männer waren mit einem Transporter mit polnischem Kennzeichen unterwegs und hatten entsprechendes Werkzeug dabei.
Betrüger wollten auch Geld für Abfallentsorgung
Dem Hausbesitzer erschien das Angebot attraktiv und das Trio machte sich noch am selben Tag ans Werk. Nach getaner Arbeit verlangten die Rumänen dann aber mehr Geld als vereinbart. Das 52-jährige Opfer bezahlte ihnen schließlich tatsächlich mehrere zehntausend Euro. Als die Betrüger dann auch noch Geld für Entsorgung des Abfalls kassieren wollte, verweigerte der Mann eine weitere Zahlung.
Erst bei näherer Betrachtung stellte der Hausbesitzer dann fest, dass die Arbeit mangelhaft ausgeführt worden war und verständigte die Polizei. Die Verdächtigen konnten noch am selben Tag ausfindig gemacht werden. Das vom Opfer bezahlte Geld hatten sie im Dachhimmel des Transporters versteckt. Im Zuge der Ermittlungen stellten die Polizisten fest, dass das Trio es schon einige Tage zuvor in Graz-Liebenau mit derselben Masche versucht hatte.
Abschiebung nach Rumänien droht
Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete die Anzeige auf freien Fuß an. Die Verdächtigen wurden anschließend über Anordnung des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl festgenommen und in das Polizeianhaltezentrum Graz eingeliefert. Ihnen droht die Abschiebung nach Rumänien.
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