Kino

„Da bin ich in meiner Welt“

Kino
25.08.2023 07:00

Explosionen, Eurofighter und Effekte, die Hollywood erahnen lassen - aber made in Austria sind: Roland Düringer spielt in dem irren Kinofilm „Operation White Christmas“

Die Töne von „Last Christmas“ möchte man im Hochsommer am wenigsten hören. Keine Sorge, sie werden auch in dem soeben angelaufenen Kinofilm „Operation White Christmas“ nicht erklingen - aber ein Weihnachtsfilm mitten im Sommer, darüber spricht man. Noch dazu, wenn’s darum geht, den Heiligen Abend zu retten. Es ist ein schräger bis irrer Action-Blockbuster mit Stunts, Effekten und einer Optik, die man auf die Schnelle Hollywood zuschreiben würde.

Dahinter steckt der Kärntner Filmemacher Flo Lackner, der für sein Unterfangen - im Rahmen eines Nachwuchsprojekts der Mona Film - in nur 29 Drehtagen und mit einem vergleichbar geringen Budget von 1,4 Millionen Euro, eine Hommage an die Filme der 80er- und 90er-Jahre schuf. „Möglich war das nur, weil ich in Kärnten sensationelle Unterstützung aus allen Richtungen bekommen habe. Idealismus ist etwas, was man mit Geld nicht kaufen kann, und er verhalf diesem Film zu dieser Qualität. Unfassbar viel Herzblut steckt da drin“, so Lackner zur „Krone“.

Mit dieser Leidenschaft und ein bisserl Wahnsinn gewann er wohl auch Schauspieler Roland Düringer. „Ich dachte erst, das Drehbuch sei ein Scherz. Da fliegen Eurofighter, Bären laufen auf der Rollbahn rum, alles explodiert, Panzer fahren - und das mit diesem Budget“, so der Kabarettist. „Aber Flo meinte: ,Das geht.‘ Und ich bin ja einer, der sich dann denkt: ,Na, des schau i mir an.“ Der Grundstein für seine Rolle als „Erzählbär“ war gelegt: „Er ist dazu da, um dem Zuschauer zu erklären, worum es geht. Davor haben wir noch an der Figur gearbeitet. Denn eine Rolle ist noch keine Figur. Meine Aufgabe ist es, daraus einen Menschen zu machen.“

Und dieser wird als „Problemlöser“ in „Operation White Christmas“ schon mal durchaus brutal. „Das Schöne an meinem Beruf ist, dass ich solche Sachen ausleben kann. Diese zwei Stunden auf der Bühne - wenn ich in meiner Geschichte drinnen bin - das ist mein Freiraum. Da geht mir keiner auf die Nerven, da ruft mich keiner an, da fragt mich niemand was. Ich bin in meiner Welt, das ist super!“ Und wie super findet Wutbürger Düringer Weihnachten? „Als Kind war es mir wichtig - und als meine Tochter noch klein war. Weihnachten finde ich jetzt nur noch widerlich. Wenn die Halloween-Sachen aus den Regalen verschwinden und die Weihnachtsmänner danach reingeschlichtet werden, frag ich mich: ,Was ist das?‘“

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