Vier Mini-Neptune

Schweizer Weltraumteleskop findet neue Exoplaneten

Wissenschaft
09.06.2023 16:30

Mithilfe des Schweizer Weltraumteleskop CHEOPS (steht für Characterising Exoplanet Satellite) haben Forscher nun vier neue Exoplaneten entdeckt. Die sogenannten Mini-Neptune sind laut der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) mit keinem anderen Planeten in unserem Sonnensystem vergleichbar.

Die Planeten mit den Namen TOI 5678 b und HIP 9618 c haben eine Größe von 4,9 beziehungsweise 3,4 Erdradien. Zwei der vier Planeten wurden von Forschern der Universitäten Bern und Genf entdeckt, wie die Universitäten mitteilten. Die entsprechenden Studien wurden in den Fachzeitschriften „Astronomy & Astrophysics“ und „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ veröffentlicht.

Der Entdeckung war laut den Forschern ein langwieriges Versteckspiel vorausgegangen. Erste Anzeichen für die Existenz der neuen Exoplaneten wurden von der NASA-Mission TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) entdeckt.

Künstlerische Darstellung: Das Teleskop TESS im Weltall (Bild: NASA)
Künstlerische Darstellung: Das Teleskop TESS im Weltall

Allerdings wechselt das Weltraumobservatorium TESS alle 27 Tage sein Sichtfeld, um den größtmöglichen Teil des Himmels schnell abzutasten. „Dies hindert TESS daran, Planeten auf längeren Umlaufbahnen zu finden“, wird Hugh Osborn von der Universität Bern in einer Mitteilung zitiert.

Ähnliche Transits um dieselben Sterne beobachtet
Dennoch konnte der TESS-Satellit einzelne Transite von Planeten um die Sterne TOI 5678 und HIP 9618 beobachten. Ein Transit ist ein astronomisches Phänomen, bei dem ein Himmelskörper vor einem anderen Himmelskörper vorbeizieht und dabei einen Teil des Lichts blockiert.

Als TESS nach zwei Jahren in das gleiche Sichtfeld zurückkehrte, konnte der Satellit erneut ähnliche Transits um dieselben Sterne beobachten. Trotz dieser Beobachtungen war es noch nicht möglich, eindeutig auf die Anwesenheit von Planeten um diese Sterne zu schließen, da immer noch entscheidende Informationen fehlten.

An dieser Stelle kam das Schweizer Weltraumteleskop CHEOPS ins Spiel: Die Wissenschaftler berechneten die wahrscheinlichsten Umlaufzeiten und richteten das Observatorium zu dem Zeitpunkt, zu dem sie den Transit der Planeten erwarteten, auf dieselben Sterne. Nach jeweils mehreren Versuchen erwischte CHEOPS die Planeten, und konnte so ihre Existenz bestätigen.

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