Immer mehr Sichtungen

Heuer schon 54 Mal Raubtier-Alarm in Tirol

Tirol
06.06.2023 07:00

Seit 2019 steigt die Zahl der Raubtierrisse und -Sichtungen in Tirol dramatisch an. Das heurige Jahr bildet hier keine Ausnahme. 54 Fälle stehen bislang zu Buche, fast eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. 

Nach der Bärensichtung in St. Anton vom vergangenen Donnerstag hielten Jäger in dem betreffenden Gebiet verstärkt Nachschau. Sie konnten aber keine weiteren Hinweise finden. Die Sichtung wird daher im Meldeportal des Landes nicht angeführt. Denn hier sind nur anhand von Fotos und Spuren nachgewiesene Ereignisse aufgelistet.

Land appelliert, Sichtungen zu melden
Auf Nachrichtenkanälen im Internet kursieren immer wieder Berichte über Sichtungen, zuletzt soll ein Wolf am Patscherkofel gesehen worden sein. Das Land Tirol appelliert, jede Art von Sichtung möglichst rasch über das Formular auf der Landeshomepage zu melden.

Bild- oder Videomaterial entscheidend
„Allen Hinweisen wird seitens der Behörde gewissenhaft nachgegangen, um mögliche Gefährdungen für die Bevölkerung einzuschätzen und zu bewerten, ob Maßnahmen zu treffen sind“, sagt LHStv. Josef Geisler dazu. Wichtig für die fachliche Beurteilung sei aber Bildmaterial. Wie viele Sichtungsmeldungen ohne Bildmaterial eingehen, ist bei der zuständigen Behörde nicht zu erfahren. Tatsache ist: Es gibt auch kuriose Meldungen, zum Beispiel über einen „jungen, unbegleiteten Babybären“ auf der Guggerinsel bei Hall - aller Wahrscheinlichkeit nach ein Biber. Oder ein angeblicher Bär in Birgitz, bei dem es sich um ein lebensgroßes Modell in einer Bogenschieß-Anlage handelte.

Zitat Icon

Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität. Wenn ein Risiko für Menschen besteht, sind wir in der Lage, sehr rasch zu handeln.

LHStv. Josef Geisler (ÖVP)

(Bild: Birbaumer Christof)

Großraubtiere nicht immer verantwortlich
Abgeklärt werden auch Fälle, in denen ein unklares Rissgeschehen vorliegt. Im Nachhinein stellt sich dann oft heraus, dass gar kein Großraubtier für den Nutztierschaden verantwortlich war. 2022 war das 31 Mal der Fall, heuer 4 Mal.

Mit Stand 29. Mai 2023 wurden laut offiziellen Zahlen des Landes 54 Mal Großraubtiere in Tirol gesichert nachgewiesen. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum 2022 waren es 29. Im Vorjahr wurden in Tirol 19 verschiedene Wolfsindividuen per DNA identifiziert und drei verschiedene Bären. Der Verein Weidezone verlangt in einer Pressekonferenz am Dienstag, energischer durchzugreifen!

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