17.04.2023 17:20
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ÖGK-Chefarzt im Talk

Allergien im Frühling: Was Sie beachten müssen

Niesen, husten, tränende Augen und juckende Haut. Viele Menschen kennen das Gefühl einer Allergie, vor allem jetzt im Frühling, wo wieder einiges zu blühen beginnt. Doch es gibt nicht nur die typische Pollenallergie, die vielen Menschen Beschwerden bereitet. Was man dabei nicht aus der Acht lassen darf, sind auch die Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten, die durch eine sogenannte Kreuzallergie entstehen können. Wie man eine Allergiere überhaupt feststellt, was man dagegen tun kann, und welche Präventionsmaßnahmen es gibt, darüber hat krone.tv-Moderatorin Raphaela Scharf mit dem Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Dr. Andreas Krauter, in der aktuellen Ausgabe des Gesundheitsmagazins gesprochen.

Was ist überhaupt eine Allergie, und was geschieht im Körper bei einer allergischen Reaktion? Dr. Krauter: „Das menschliche Immunsystem schützt uns vor viralen, bakteriellen, mykologischen und parasitologischen Infektionen, und bei Allergien richtet sich dieser Schutzmechanismus nicht mehr gegen solche Erreger, sondern bekämpft irrtümlich harmlose Substanzen oder auch körpereigene Zellen, genauso wie es eigentlich mit einem Krankheitserreger umgeht.“

Juckende Augene, brennende Nase bis hin zu Atemnot und Asthmaanfall
Die Allergien hängen mit dem Immunsystem zusammen, weiß der ÖGK-Chefarzt. Die Allergie entsteht dem Experten zufolge über Reizstoffe oder ganz normal vorhandene Dinge wie Katzen- und Hundehaar und führt dazu, dass der Körper häufig auch mit einer genetischen Vordisposition, also einer familiären Geschichte, schon dazu, dass es zu einer schrittweisen allergischen Reaktion kommt. Das können im Frühjahr sein: juckende Augen, brennende Nase und Rachen, oder in schwerwiegenden Fällen - bei einer Gräser- und Pollenallergie zum Beispiel - auch Atemnot bis hin zu einem Asthmaanfall, so Dr. Krauter.

Der Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Dr. Andreas Krauter. (Bild: krone.tv)
Der Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Dr. Andreas Krauter.

Allerdings lösen Allergien im Körper nicht immer dieselbe Reaktion aus, wie der ÖGK-Chefarzt anmerkt. Denn der Körper schützt sich im Bereich der Augen und der Nase mit der Schleimhaut, und im Mund. „Es kommt zu einer Reizung. Der Körper signalisiert, das passt nicht zu meinem Körper, zu meinem Immunsystem. Daher reagiere ich mit einer Hautveränderung oder mit einer Quaddel (Hautschwellung) darauf“, erklärt der Mediziner im Talk mit krone.tv-Moderatorin Raphaela Scharf.

Die häufigsten Allergien
Die häufigsten Allergien aktuell innerhalb der Gesellschaft? Neben Allergien gegen verschiedene pflanzliche Stoffe und bestimmte Lebensmittel verweist Dr. Krauter besonders auch auf Medikamente: „Wir haben zunehmend die Entwicklung, dass Menschen, auch bestimmte Medikamente nicht vertragen, und da reagiert der Körper dann ebenfalls mit Atemnot, Schwellung der Schleimhäute, unter Umständen auch mit einem sogenannten anaphylaktischen Schock, wo es zu einem massiven Schwellung der Atemwege kommt“. Insektengifte sind ein weiteres ganz wichtiges Thema. Die Wespenstich-Allergie oder Bienenstich-Allergie, „die unter Umständen auch zu so einem allergischen Schock und wenn man dann nicht richtig reagiert darauf auch zum Tod führen können“.

krone.tv-Moderatorin Raphaela Scharf im Gespräch mit dem Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Dr. Andreas Krauter. (Bild: krone.tv)
krone.tv-Moderatorin Raphaela Scharf im Gespräch mit dem Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Dr. Andreas Krauter.

Wie wird denn bei einer Allergie überhaupt die Diagnose gestellt? Einerseits gilt es mit Blick auf eine ewtaige genetische Disposition zunächst die Familiengeschichte abzuklären, so Dr. Krauter. Weiters gibt es einen ganz einfachen Test, den sogenannten Prick-Test - ein Hauttest, wo bestimmte Substanzen aufgebracht werden, „wo wir wissen, dass es leicht und häufig zur allergischen Reaktion kommt“. Dabei werden Reaktionen vom Soforttyp und Reaktionen vom Spättyp, wo es dann nach wenigen Minuten zu Quaddelbildungen kommt, unterschieden. Kommt man damit immer noch nicht weiter, gibt es noch die sogenannten Intrakutantests (Mit einer dünnen Nadel wird eine geringe Menge Flüssigkeit unter die Hautoberfläche gespritzt) und Blutuntersuchungen, wie der Mediziner erklärt.

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