Sa, 18. August 2018

Alarmierende Daten

13.09.2011 09:09

Wien: Hier schlagen die Einbrecher am häufigsten zu

"Die kriegt ihr sowieso nie", sagen viele Einbruchsopfer zu den alarmierten Polizisten – und das leider zu Recht! Gerade in Wien ist die Aufklärungsquote (vor allem wegen der vielen ausländischen Banden) ein Katzenjammer. Von 4.058 Delikten in Wohnungen im ersten Halbjahr 2011 wurden nur traurige 200 Coups geklärt.

Die alarmierenden Zahlen stammen vom Innenministerium selbst (nach einer Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky) – und besonders dramatisch ist die Lage in den Bezirken Landstraße (Aufklärungsquote 1,4 Prozent), Penzing (2,1 Prozent) und Hietzing (2,3 Prozent).

"Berufsrisiko" für Einbrecher ist minimal
Ergo: Nur sehr wenige Einbrecher müssen sich für ihre Taten vor Gericht verantworten, das "Berufsrisiko" ist minimal. Auch Autoknacker haben in der Bundeshauptstadt oft – mehr oder weniger – freie Hand. Hier zeigt ein Blick in die Statistik: Von Jänner bis Juni des heurigen Jahres wurden in Wien 4.887 Fahrzeuge aufgebrochen und oft regelrecht geplündert. Geklärt wurden 758 Delikte.

Gleicher Zeitraum, andere Straftat: Von 700 Einbrüchen in Einfamilienhäusern wurden nur bei 51 Fällen auch Täter geschnappt. Besonders gruselig die Donaustadt, wo von 174 Einbrüchen nur sechs geklärt werden konnten - oder Floridsdorf, wo bei 83 Fällen gerade einmal sechs Täter eruiert wurden.

"Diese Delikte sind ein urbanes Problem"
Wieso also werden so wenige Fälle geklärt? Silvia Strasser vom Bundeskriminalamt dazu: "Einbrüche sind ein urbanes Problem. Von 5.400 Delikten bei Wohnungen haben sich 4.000 in Wien ereignet. Größtenteils handelt es sich um Verdächtige aus dem Ausland. Deswegen sieht der Masterplan auch eine Bekämpfung der Kriminalität in deren Heimatländern vor. Wir haben überall unsere Einheiten."

Harald Vilimsky von der FPÖ: "Es ist dringend notwendig, die Polizisten bei den vielen Verwaltungstätigkeiten zu entlasten, damit sie wieder mehr Zeit für ihre ursprünglichen Aufgaben, Schutz und Prävention, zur Verfügung haben."

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