24.01.2023 19:00 |

In Hornstein

Einheimische Jungfamilien werden klar bevorzugt!

Für gewöhnlich freuen sich Bürgermeister über regen Zuzug in ihre Gemeinden. Nicht so ÖVP-Ortsvorsteher Christoph Wolf aus dem burgenländischen Hornstein. Er selektiert lieber. 

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Für ÖVP-Ortsvorsteher Christoph Wolf hat „ein gesundes und kontrolliertes Wachstum“ oberste Priorität. „Wir wollen ein Dorf bleiben, mit allen Vorzügen, die ein Dorf zu bieten hat. Der Erhalt von Gemeinschaftsgefühl und Lebensqualität ist in einer Gemeinde, die immer größer und anonymer wird, nicht möglich“, ist der 36-jährige Steuerberater überzeugt.

Genau deshalb sind ihm riesige Wohnblöcke auf engem Raum ein Dorn im Auge. Um „extrem verdichtetem Wohnbau“ einen Riegel vorzuschieben, ließ er vor drei Jahren einen Baustopp verhängen. Nun ist dieser ausgelaufen. Doch die strengen Auflagen bleiben.

Restriktionen verhängt
„Sobald eine Genossenschaft baut, vergibt sie die Wohneinheiten an irgendwelche Leute. Die Gemeinde hat keine Kontrolle darüber. Sehr wohl können wir aber die Zahl der Wohneinheiten beschränken. Deshalb ließ ich die Bebauungspläne dahingehend ändern, dass es pro Einheit 350 m² Grundfläche braucht“, sagt der junge Türkise.

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Ich nehme in Kauf, dass ich polarisiere. Trotzdem liegt mir das Wohl junger Familien am Herzen. Ich bin schließlich selbst Vater von zwei Kindern.

Hornsteins Bürgermeister Christoph Wolf (ÖVP)

Zu spüren bekommt diese Vorgaben aktuell die Wiener Wohnbaugesellschaft BWSG. Sie hat im Vorjahr das denkmalgeschützte ehemalige Esterházysche Verwalterhaus erworben, um durch Umbau neuen Wohnraum zu schaffen.

Bürgerliches Klientel
Statt vieler kleiner Einheiten sollen auf Wolfs Wunsch lieber hochwertige Single- und Senioren-Apartments sowie großzügige Familienwohnungen und Reihenhäuser entstehen. Vor Kurzem hat die Gemeinde zudem zehn Bauplätze aufgeschlossen.

„Auch damit wollen wir junge Hornsteiner ansprechen, die in Wien studiert und gearbeitet haben und nun zurückkommen, Familien gründen und sich bestmöglich in die Gemeinde integrieren möchten. Durch Kindergarten, Schule und Vereine haben Paare mit kleinen Kindern automatisch einen Anknüpfungspunkt, um Freunde im Ort zu finden“, erklärt Wolf.

Freilich gebe es jede Woche auch fünf, sechs Anfragen von auswärtigen Interessenten. Aber diese werden kategorisch abgelehnt, so der Bürgermeister.

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