So, 19. August 2018

Heimische Lösung

17.08.2011 12:13

BIG verkauft Osttiroler Berge an die Bundesforste

Der 2.690 Meter hohe Große Kinigat (oberes Bild) und der 2.600 Meter hohe Roßkopf (unten) bekommen neue Eigentümer – nach hitzigen Debatten im Juni und Juli hat sich die Bundesimmobiliengesellschaft BIG doch zu einem Verkauf durchgerungen. Geworden ist es die von der Politik erhoffte "heimische Lösung".

Käufer sind die Österreichischen Bundesforste, die sich das Liegenschaftspaket, das neben den beiden Berggipfeln auch andere Flächen einschließt, rund 700.000 Euro kosten ließen.

Im Paket mit dem Großen Kinigat und dem hohen Roßkopf wechseln in Oberösterreich ein Ufergrundstück in Schörfling am Attersee, Wald- und Wiesengrundstücke im Gemeindegebiet von Ebensee sowie teilweise verpachtete Acker-, Wald- und Wiesenflächen am Mondsee den Eigentümer.

Die BIG wolle sich gemäß ihres gesetzlich definierten Auftrages künftig auf die Bewirtschaftung von Schulen, Universitäten und Amtsgebäuden konzentrieren. Alle Objekte, die nicht zum Kerngeschäft der BIG gehören, sollen verkauft werden. Im Zuge der seit 2001 laufenden sogenannten Portfolio-Bereinigung habe die BIG bisher über 650 Millionen Euro erlöst.

Verkaufsankündigung hatte Kritik ausgelöst
Die Ankündigung der BIG Anfang Juni, die Berggipfel verkaufen zu wollen, war in Tirol auf heftigen Widerstand gestoßen. Tirols Landeshauptmann Günther Platter hatte das Vorhaben als "Schnapsidee" bezeichnet, Berge seien keine Werbeflächen und müssten öffentlich zugänglich bleiben. Die BIG hatte daraufhin das Verkaufsverfahren vorübergehend ausgesetzt.

Berggipfel nach rund zehn Jahren wieder verkauft
Die Berggipfel waren seit 2001 im Besitz der BIG, die sie im Zuge der Ausgliederung in eine eigene Gesellschaft im Gesamtpaket vom Bund übernommen hatte. Die BIG bot die beiden Gipfel einzeln oder im Paket zum Verkauf an - der damals genannte Mindestkaufpreis belief sich bei einer Gesamtfläche von mehr als 1,2 Millionen Quadratmetern auf 121.000 Euro.

Kommenden Sonntag soll nach dreimonatiger Bauzeit am Großen Kinigat ein Klettersteig eröffnet werden. "Die Kosten belaufen sich auf 28.000 Euro", sagte der Kartitscher Bürgermeister Josef Außerlechner. Der Klettersteig weist die Schwierigkeitsgrade A bis D auf und hat eine Länge von rund 500 Metern.

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