Der mögliche Bau einer neuen Beherbergung lässt in Matrei in Osttirol derzeit die Wogen hochgehen. Mit einer Petition will Künstler Peter Raneburger den Gemeinderat zum Umdenken bringen. Dieser wartet auf den Bescheid des Landes.
Weder Bagger noch Kran sind nahe des alten „Panzlwirtes“ im Ortszentrum der Tauerngemeinde aufgefahren, dennoch erhitzt ein geplantes Bauprojekt die Gemüter. Aber der Reihe nach: Die Sonnenberger Projekt GmbH will aus dem leer stehenden Gebäude ein Hotel machen. Ein Bebauungsplan wurde im Jänner vom Gemeinderat einstimmig abgesegnet. Fast ein Jahr später werden nun Gegenstimmen laut, vor allem durch den Matreier Künstler Peter Raneburger: „In erster Linie stört mich die Größe. Das passt nicht ins Ortsbild.“ Um den Gemeinderat zum Einlenken zu bringen, startete er eine Online-Petition. Knapp 400 der angepeilten 500 Unterschriften hat er bereits.
Ortschef hofft auf positiven Bescheid
Wenig Verständnis für die erst jetzt aufkommende Kritik zeigt der seit Feber zuständige BM Raimund Steiner: „Der Bebauungsplan wurde im alten Gemeinderat einstimmig beschlossen. Aufgrund der Höhe gab es vom Raumordner eine negative Stellungnahme.“ Deshalb sei das Projekt nun wieder in den Gemeinderat gekommen. Nach Absprache mit Baufirma und Denkmalamt wird der Bau vier Meter niedriger. „Grund ist, dass daneben das alte Gerichtsgebäude ist, das steht unter Denkmalschutz“, so Steiner.
Jetzt ist das alte Gebäude ein Schandfleck, weil es seit vielen Jahren leer steht und verwildert ist.
Bürgermeister Raimund Steiner
Der neue Bebauungsplan, der mehrheitlich beschlossen wurde, liegt nun beim Land und wird geprüft. Sollte dieser genehmigt werden, kann weiter geplant werden. Der Ortschef hofft jedoch auf einen positiven Bescheid: „Jetzt ist das alte Gebäude ein Schandfleck, weil es seit vielen Jahren leer steht und verwildert ist.“








Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).