Er eilte zur Hilfe

Zeitungszusteller wurde bei Tour zum Helden

Steiermark
07.12.2022 11:00

Matthias Mörth ist für die „Krone“ unterwegs. Dabei hat der Steirer alle Hände voll zu tun, aber auch ein wachsames Auge: Auf einer Tour entdeckte er einen verunglückten Burschen!

Die echten Helden im Leben tragen nicht immer einen Umhang, sie sind aber unschwer an ihrem besonderen Charakter zu erkennen. Es sind Menschen, die trotz mancher Widrigkeiten zuverlässig ihrem Beruf nachgehen und dabei auch noch freundlich und hilfsbereit bleiben.

Zeitungszusteller eilte zur Hilfe
Als Matthias Mörth vor zwei Jahren auf seinem Arbeitsweg plötzlich mitten in der Nacht ein Unfallwrack in Hollenegg entdeckte, war für ihn sofort klar: „Hier muss ich etwas tun.“ Der Zeitungszusteller eilte zu dem Auto, das zuvor von der Straße abgekommen war. „Neben dem Wagen lag ein junger Bursche, der bei dem Unfall aus dem Fahrzeug geschleudert worden sein dürfte. Er war noch ansprechbar, also habe ich Erste Hilfe geleistet und den Notruf abgesetzt“, schildert Mörth. Bescheiden erzählt er von seinem mutigen Einsatz. Zu helfen sei für ihn selbstverständlich gewesen. „Wenn ich um diese Uhrzeit unterwegs bin, höre und sehe ich nicht viel. Das beschädigte Fahrzeug ist mir daher gleich ins Auge gestochen.“

Der Steirer bringt die „Krone“ zu den Lesern. (Bild: Richard Heintz, Foto Ricardo)
Der Steirer bringt die „Krone“ zu den Lesern.

Job als Rettung in schwieriger Situation 
Sonst begegnet der 51-Jährige auf seiner Tour von Stangersdorf nach Eibiswald höchstens Wildtieren. „Wenn die Rehe vorbeihüpfen, fahre ich natürlich ganz langsam.“ Mit seinem weißen Kastenwagen holt er rund 130 Zeitungen und bringt den Lesestoff zu den Abonnenten. Bis um 6 Uhr morgens hat er die Runde beendet. Dann warten seine zwei Katzen zu Hause schon auf ihn. „Ich bin sehr tierlieb“, sagt Mörth, der auch 40 Bienenvölker betreut. Für den fleißigen Mann war der Zusteller-Job vor neun Jahren eine kleine Rettung in einer schwierigen familiären Situation. „Jetzt ist das Zeitungsaustragen ein guter Nebenverdienst.“ Seine Arbeit nimmt er ernst: „Die ,Krone‘ bringe ich immer gewissenhaft zu den Lesern.“

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