Grazer Uni-Experiment belegt: Fühlen sich Mitarbeiter gut geführt, spricht das die gleichen Gehirn-Areale an wie beim Sex.
Befriedigung durch Arbeit: Manche haben es ja schon immer gewusst, jetzt ist diese These sozusagen auch wissenschaftlich belegt. Eine gute Führung durch den Vorgesetzten aktiviert nämlich die gleichen Areale im Gehirn, wie es auch Schokoladeneis oder Sex tun. Zu dieser Erkenntnis gelangte nun ein Forschungsteam der Universität Graz.
„Versuchspersonen“ hörten bei einem Experiment Vorgesetzte, die unterschiedliche Führungsstile repräsentierten. Im MR-Scanner wurden die entsprechenden Reaktionen im Gehirn beobachtet. Mit dem Ergebnis, dass ein transformationaler Führungsstil eben jene Regionen im Gehirn anregt, die bei Belohnung im Spiel sind. „Genauso verhält es sich zum Beispiel beim Essen von Schokoladeneis, wenn man an Sex denkt oder ein Kompliment bekommt“, erklärt Sabine Bergner.
Die Psychologin hat das Experiment gemeinsam mit Robert Rybnicek durchgeführt. „All das hat eine hoch motivierende Komponente, die zentrales Element der transformationalen Führung ist“, fährt der Betriebswirt fort.
Arbeit ist mehr als nur ein Job
Wer beim Begriff „transformationale Führungskraft“ im Gehirn nur mäßigt erregt wird, dem kann Bergner aushelfen: „Diese Führungskräfte wandeln den Blick der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erreichen, dass diese ihre Arbeit als etwas Größeres und nicht nur als Job wahrnehmen.“ Kollege Rybnicek ergänzt: „Diese Führungskräfte spielen eine ganz besondere Rolle, wenn Unternehmen neue Projekte starten und vor einer unsicheren Zukunft stehen.“








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