Spricht man über „Orgel“, fällt auch sein Name: Helmut Binder, weit über die Grenzen hinaus bekannter Meister dieses Instruments.
Dass Helmut in punkto Musikalität eine Ausnahmeerscheinung ist, war früh klar: „Ich tat mir etwa bei Gehörbildung leicht und konnte daher schnell alles Mögliche nachspielen.“ Solcherart ausgestattet vertrat er seinen Vater, Organist am Gallusstift, auch schon mal spontan an der Orgel und besuchte bereits während des Gymnasiums das damals noch in der Landeshauptstadt gelegene Landeskonservatorium.
Die dort tätigen legendären Musikpädagogen Aldo Kremmel und Günther Fetz gaben dem Rohdiamanten den ersten Schliff. „Sie waren strenge, aber auch gute Lehrer und zählen noch immer zu meinen Vorbildern“, sagt der 1961 in Bregenz geborene Ausnahmekönner. Spätestens nachdem er als 15-Jähriger mit Weltstar Friedrich Gulda improvisieren konnte, war abzusehen, dass Helmut eine musikalische Berufslaufbahn einschlagen würde. „Ich wollte aber seit jeher auch unterrichten und nie ausschließlich Musiker sein“, stellte der Sohn eines Lehrerehepaars klar. Er ließ diesen Worten Taten folgen. Nach dem Studium für Klavier und Orgel bat ihn Guntram Simma an die Musikschule Dornbirn, wo er noch heute unterrichtet. Zudem gibt er sein Können an der Orgel seit 2010 in der „Stella Privathochschule für Musik“ in Feldkirch an die nächsten Generationen weiter.
Immer stärkerer Gestaltungsdrang
Obschon als Pädagoge, Pianist und Chorleiter des „Kirchenchores Peter & Paul“ in Lustenau überaus geschätzt, ist es doch das Wirken an der Orgel, das Helmuts Ruf über Musiker-Zirkel hinaus begründet. Seit bald vier Jahrzehnten als Hauptorganist an der Herz Jesu-Kirche tätig, brachte es der Tastenvirtuose ebendort auf über 2000 (!) Einsätze und ist auch für die beliebten Konzertreihen im Bregenzer Gotteshaus mit verantwortlich. „Mit seinen 60 Registern bietet die Behmann-Orgel in Herz Jesu natürlich mannigfaltige Ausdrucksmöglichkeiten“, erklärt der notorisch bescheidene Helmut, der sich auch selbst als „alles andere denn einen Selbstdarsteller“ beschreibt.
Das sagt immerhin ein Mann, der seine Kunst schon in ganz Europa und auch in China zum Besten gab, zahlreiche CDs eingespielt hat. Zudem bringt er durch das alljährliche „Faschingskonzert“ in Herz Jesu die Orgelmusik auch jenem Publikum nahe, das ansonsten kaum sakrale Konzerte besucht. Nächste Gelegenheit: Das Weihnachtskonzert am 29. Dezember ebendort. „Mein Gestaltungsdrang wird eher stärker“, so der verheiratete Vater von zwei Kindern über seine Zukunft als Musiker, aber auch als Arrangeur und Dirigent. Das lässt für das „Herz Jesu 40-Jahr-Jubiläum“ 2023 mit einem Konzert für Orgel und Orchester einiges erwarten...








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