Nach einem Streit zwischen zwei Trunkenbolden musste sich ein 25-Jähriger nun wegen versuchten Mordes am Landesgericht St. Pölten verantworten. Die Geschworenen verurteilten ihn wegen schwerer Körperverletzung zu sechs Jahren Haft - nicht rechtskräftig.
„Ich wollte ihn nicht umbringen. Ich wusste einfach nicht mehr, was ich tue“, erklärt der 25-Jährige. Er habe im Alkohol- und Drogenrausch einfach die Kontrolle verloren. Dass dieser „Aussetzer“ durchaus tödlich hätte enden können, wollte er zu diesem Zeitpunkt nicht wahrhaben.
Wegen versuchten Mordes angeklagt
Jetzt musste sich der Oberösterreicher wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Am 4. Juni endete ein Streit zwischen ihm und einem 54-jährigen Kontrahenten auf dem Bahnhof in St. Peter an der Au im Bezirk Amstetten beinah mit einer Katastrophe. Nach etlichen wechselseitigen, rauschigen Schimpftiraden stieß der 25-Jährige seinen älteren Kontrahenten auf die Gleise.
Passanten eilten dem Verletzten zu Hilfe – nur zwei Minuten, bevor der nächste Zug durchraste. Für die Staatsanwaltschaft St. Pölten somit Rettung in letzter Sekunde. Laut Verteidigung habe der mehrfach Vorbestrafte nicht mit Vorsatz gehandelt. Die Geschworenen verurteilten ihn daher wegen schwerer Körperverletzung zu sechs Jahren Haft – nicht rechtskräftig.








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