ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz unterbricht seinen Ukraine-Einsatz für Lesungen.
„Ich komme aus der Ukraine und verfolge Ihre Berichterstattung fast täglich“, spricht eine Passantin Wehrschütz am Salzburger Hauptbahnhof an. Was er ihr antwortet, verstehen wir nicht, denn er spricht mit ihr auf Ukrainisch weiter.
Es ist eine von insgesamt acht Sprachen, die der Balkan-Experte fließend beherrscht. Nur einen Augenblick später kommt ein weiterer Passant auf Wehrschütz zu und wünscht ihm für künftige Einsätze alles Gute.
Granaten verfehlten das Zimmer nur um Zentimeter
Seit 24. Februar berichtet der 61-Jährige für den ORF fast täglich aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine. Erst vor wenigen Tagen wurde das Hotel von Wehrschütz und seinem Team von russischen Granaten getroffen. „Das konnte trotz ausführlicher Planung keiner voraussehen. Das Zimmer meines Fahrers wurde nur um ein paar Zentimeter verfehlt.“
Brenzlige Situationen wie diese nimmt der 61-Jährige als gegeben. „Ich bin kein Fatalist, aber irgendwie gibt es doch eine Art vorbestimmte Lebensuhr. Wenn es vorbei sein soll, dann ist es eben so.“
Die Familie steht nach wie vor hinter Wehrschütz
Trotzdem: Den Segen seiner Familie hat Wehrschütz immer noch. „Meine Frau sagt immer, sie weiß, wen sie geheiratet hat“, scherzt er. Dieser Tage ist aber auch für den rasenden Reporter etwas Entspannung angesagt - ein Treffen mit der Familie steht an.
Zu erzählen hat er nicht nur dort viel, denn: Am Samstagnachmittag liest Wehrschütz in der Buchhandlung Motzko in Salzburg Stadt auch aus seinem neuen Buch.
So viel sei verraten, es finden sich darin auch berufliche Anekdoten, über die herzhaft gelacht werden darf.
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