250 Windräder sollen bis 2030 in unserem Bundesland Energie erzeugen. Anwalt Georg Eisenberger, der viele der Projektwerber vertritt, hat aber erhebliche Zweifel.
Die Begebenheit wird von den Verantwortlichen der Energie Steiermark gerne erzählt: Weil sich die Verfahren rund um den Windpark auf der Stubalpe seit Jahren verzögern, ist die Generation der Windräder, mit der einst geplant wurde, längst überholt. Die Pläne müssen erneuert werden.
Ein Beispiel, das aus Sicht der Energieunternehmer belegt, was schief läuft beim notwendigen Ausbau von grünem Strom. Man würde ja gerne mehr Tempo machen, dürfe aber nicht.
„Überlange Verfahrensdauer“
Das sieht auch der Grazer Anwalt Georg Eisenberger, der viele Projektwerber vertritt, so. Für die „überlangen Verfahrensdauern“ sind aus seiner Sicht mehrere Faktoren verantwortlich: „Die zuständige Landesabteilung 13 ist personell unterbesetzt und es gibt zu wenig Sachverständige. NGOs, Projektgegner vor Ort und die Umweltanwältin tun alles, um die Verfahren durch immer neue Forderungen in die Länge zu ziehen.“ Wird dann ein Bescheid erlassen, erheben die Gegner Einspruch beim Bundesverwaltungsgericht. Dort werde alles ein weiteres Mal geprüft, Jahre vergehen.
Die Landesregierung hat nun angekündigt, die Zahl der Windräder in der Steiermark bis zum Jahr 2030 von aktuell 104 auf 250 zu erhöhen. Neue Vorrangzonen sollen ausgewiesen werden.
Zuständige Abteilung aufstocken
„Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“, zitiert Eisenberger Goethes Faust. Der Ausbau würde nur funktionieren, wenn in der zuständigen Abteilung personell stark aufgestockt wird und Parteienrechte von Projektgegnern eingeschränkt werden - ein Thema auf Europaebene.
Heuer wurde in der Steiermark ein neuer Windpark gebaut: Auf der Stanglalm entstanden neun Anlagen, die offizielle Eröffnung erfolgt erst im nächsten Jahr. Derzeit sind laut der Interessensgemeinschaft IG Windkraft 50 Windräder mit einer Leistung von 230 Megawatt bereits genehmigt und sollen in den nächsten beiden Jahren gebaut werden. Weitere gut 30 Windräder mit 130 Megawatt Leistung befinden sich gerade in der Genehmigung.








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