ÖFB-Präsident Gerhard Milletich wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Eine Rufmord-Kampagne gegen mich!“ Die „Krone“ hat Einblick in Mails und SMS.
Hat er, oder hat er nicht? Ist es Machtmissbrauch oder eine Intrige? Ist es ein Versuch, jemand „anzupatzen“, diese Person quasi handlungsunfähig zu machen? Ehe Freitag im Präsidium über das ÖFB-Trainingszentrum in der Seestadt Aspern diskutiert wird, sieht sich Gerhard Milletich mit Vorwürfen konfrontiert, er soll als ÖFB-Präsident seine Funktion ausgenutzt haben, um Sponsoren des Fußball-Bundes als Inserenten für seine privaten Unternehmen zu gewinnen.
Milletich setzt sich nun zur Wehr: „Da läuft eine Rufmord-Kampagne gegen mich, man schadet hier aber vor allem dem ÖFB und dem heimischen Fußball, ich habe mein Amt nie missbraucht, niemals dem ÖFB geschadet.“
Kann er gar nicht, denn wie hätte Milletich dem ÖFB schaden sollen - indem er Sponsoren, die nicht bei ihm inserieren, damit droht, sie als ÖFB-Sponsoren zu eliminieren? Milletich zum ihm nachgesagten Amtsmissbrauch: „Ich bin seit 40 Jahren Verleger diverser Fachmagazine, es ist mein Brotberuf, Inserenten zu gewinnen. Mit vielen habe ich seit Jahren Geschäftsbeziehungen, darunter sind natürlich auch Sponsoren des ÖFB, aber auch viele andere Firmen.“
Dokumente, in die die „Krone“ Einblick erhielt, zeigen, dass Milletich in keiner Korrespondenz erwähnt, ÖFB-Präsident zu sein, das Wort „ÖFB“ ist in keinem Mail oder SMS enthalten, „ich habe auch nie ein Mail von meinem ÖFB-Account verschickt“, so Milletich. Eine Klage steht im Raum, man darf gespannt sein, ob die Milletich-Gegner auch einmal aus der Deckung kommen - oder weiter im Stillen intrigieren …








Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).