Einblick in Mails, SMS

ÖFB-Boss Milletich: „Rufmord-Kampagne gegen mich!“

Fußball National
02.11.2022 05:38

ÖFB-Präsident Gerhard Milletich wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Eine Rufmord-Kampagne gegen mich!“ Die „Krone“ hat Einblick in Mails und SMS.

Hat er, oder hat er nicht? Ist es Machtmissbrauch oder eine Intrige? Ist es ein Versuch, jemand „anzupatzen“, diese Person quasi handlungsunfähig zu machen? Ehe Freitag im Präsidium über das ÖFB-Trainingszentrum in der Seestadt Aspern diskutiert wird, sieht sich Gerhard Milletich mit Vorwürfen konfrontiert, er soll als ÖFB-Präsident seine Funktion ausgenutzt haben, um Sponsoren des Fußball-Bundes als Inserenten für seine privaten Unternehmen zu gewinnen.

Milletich setzt sich nun zur Wehr: „Da läuft eine Rufmord-Kampagne gegen mich, man schadet hier aber vor allem dem ÖFB und dem heimischen Fußball, ich habe mein Amt nie missbraucht, niemals dem ÖFB geschadet.“

Kann er gar nicht, denn wie hätte Milletich dem ÖFB schaden sollen - indem er Sponsoren, die nicht bei ihm inserieren, damit droht, sie als ÖFB-Sponsoren zu eliminieren? Milletich zum ihm nachgesagten Amtsmissbrauch: „Ich bin seit 40 Jahren Verleger diverser Fachmagazine, es ist mein Brotberuf, Inserenten zu gewinnen. Mit vielen habe ich seit Jahren Geschäftsbeziehungen, darunter sind natürlich auch Sponsoren des ÖFB, aber auch viele andere Firmen.“

Dokumente, in die die „Krone“ Einblick erhielt, zeigen, dass Milletich in keiner Korrespondenz erwähnt, ÖFB-Präsident zu sein, das Wort „ÖFB“ ist in keinem Mail oder SMS enthalten, „ich habe auch nie ein Mail von meinem ÖFB-Account verschickt“, so Milletich. Eine Klage steht im Raum, man darf gespannt sein, ob die Milletich-Gegner auch einmal aus der Deckung kommen - oder weiter im Stillen intrigieren …

Peter Klöbl
Peter Klöbl
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