Schüttel-Trauma

Kleiner Elias starb: „Mutter war überfordert“

Salzburg
30.10.2022 14:00

Neue Details zum Fall des zu Tode geschüttelten kleinen Elias. Die Mutter sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft, der Vater ist auf freiem Fuß.

Eine Woche ist es nun her, dass der erst sieben Wochen alte Elias in einer Unterkunft für sozial schwache Menschen in Salzburg-Riedenburg zu Tode geschüttelt wurde. Mittlerweile sieht das Gericht beim Vater des Säuglings keinen dringenden Mordverdacht mehr. Aktuell sitzt daher nur noch die 19-jährige Mutter in Untersuchungshaft.

Ex-Freundin redet über den Vater von Elias
Aussagen einer Ex-Partnerin stellen dem 25-Jährigen, der mit 17 erstmals Vater wurde, eigentlich ein gutes Zeugnis aus. Sie sagt über ihn: „Er war immer ein toller Papa und bemüht sich sehr um sein Kind.“ Insgesamt wurde der junge Mann schon dreimal mit drei verschiedenen Frauen Vater.

Verteidiger Kurt Jelinek ist von der Unschuld seines Mandanten überzeugt: „Er war es, der die Rettung gerufen hat!“

Kurt Jelinek verteidigt den Vater des verstorbenen Elias (Bild: Tschepp Markus)
Kurt Jelinek verteidigt den Vater des verstorbenen Elias

In der Vernehmung gab der unbescholtene Mann an, dass die Mutter mit dem Kind überfordert gewesen sei. Verdächtigt wird Elias‘ Vater aktuell zwar nicht mehr wegen Mordes, aber wegen eines anderen Verbrechens. Für ihn nimmt das Gericht aktuell den Straftatbestand des „Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen an“. Für diese Straftat ordnet das Gesetz bis zu zehn Jahre Haft an.

In die Zelle muss der 25-Jährige vorerst nicht. Statt einer U-Haft muss der gelernte Kellner eine Psychotherapie in Anspruch nehmen und Termine bei der Bewährungshilfe absolvieren.

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