Nach 20 Jahren

Ministerin kündigt mehr Geld für Gesäuse an

Steiermark
26.10.2022 17:00

Seit 20 Jahren wurden die Finanzierungen für den Nationalpark Gesäuse in der Steiermark nicht angepasst. Zum Geburtstag versprach die zuständige Ministerin nun 250.000 Euro mehr.

Vor genau 20 Jahren haben Bund und Land einen Vertrag unterschrieben, durch den 12.000 Hektar Wald zwischen Admont und Hieflau zum Nationalpark Gesäuse wurden. Für dessen Erhaltung zahlten die beiden Gesellschafter je eine Million Euro im Jahr.

Das Problem nur: Diese Summe wurde nie aufgestockt oder an die Inflation angepasst. „Das Personal ist um 40 Prozent teurer geworden, aber die Ausgaben dafür mussten gleich bleiben. Leute haben Stunden reduziert, Stellen sind nicht nachbesetzt worden“, erklärt Andreas Hollinger, Sprecher des Nationalparks. „Das Geld fehlt beim Naturschutz, in der Forschung und bei der Zusammenarbeit mit dem Tourismus.“

Andres Hollinger (Nationalpark Gesäuse) in Gstatterboden (Bild: Jürgen Radspieler)
Andres Hollinger (Nationalpark Gesäuse) in Gstatterboden

Am Mittwoch trafen sich Freunde des Nationalparks in Gstatterboden, um dessen 20-jähriges Bestehen zu feiern. Eine besondere Überraschung verkündete dabei Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne): 250.000 Euro mehr will der Bund in Zukunft für den Nationalpark zur Verfügung stellen.

Land soll ebenso Förderungen erhöhen
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Land Steiermark dann ebenso um diese Summe aufstockt, ist hoch. „Mir ist es ein besonderes Anliegen, den Nationalpark auf finanziell solide Beine zu stellen, damit auch in den nächsten Jahren Großartiges gelingen kann“, sagte Gewessler.

Lambert Schönleitner, Kontrollsprecher der steirischen Grünen. (Bild: Christian Jauschowetz)
Lambert Schönleitner, Kontrollsprecher der steirischen Grünen.
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Das Gesäuse ist als jüngster österreichischer Nationalpark nicht nur ein Königsprojekt im steirischen Naturschutz, sondern auch ein touristisches Leuchtturmprojekt und ein starker Wirtschaftsmotor.

Lambert Schönleitner

„Wichtiges Signal“
Auch bei den steirischen Grünen ist die Freude groß. Lambert Schönleitner zur „Steirerkrone“: „Dass es nun dank der grünen Regierungsbeteiligung gelungen ist, das Budget erstmals nach oben zu schrauben, ist in der Zeit der Mehrfachkrisen ein wichtiges Signal.“ 

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