Ex-Teamspieler Martin Hinteregger schreibt in seiner neuesten „Krone“-Kolumne unter anderem über den anstehenden Nations-League-Hit gegen Frankreich.
Das Spiel in Frankreich ist das erste seit meinem Rücktritt im Juni, natürlich werde ich daheim vor dem TV mitfiebern. Nach meinem Rückzug nahmen viele Teamkollegen mit mir Kontakt auf, Marko Arnautovic habe ich mit seiner Familie während des Urlaubs in Bad Goisern getroffen. Klar musste ich ihm meine Beweggründe erklären, er fand es sehr schade, tickt aber auch anders als ich.
Als TV-Zuschauer achte ich viel darauf, was auf meiner Position im Abwehrzentrum passiert. Und muss zugeben, dass es im Fernsehen leichter aussieht, als es in Wirklichkeit ist.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Marko und David Alaba allein mit ihrer Präsenz auf dem Platz viel Druck von den anderen Spielern nehmen, als absolute Leithammel vorangehen. Wenn es sein muss, auch das Gespräch suchen. David hat mich bei der EURO 2020 nach dem 0:2 gegen die Niederlande, das mich sehr mitgenommnen hat, auf sein Zimmer geholt, mich an meine Stärken erinnert. Das hat mir für den weiteren Turnierverlauf extrem geholfen.
Wenn Arnautovic seine Serie-A-Form aufs Feld bringt und Marcel Sabitzer weiter so stark aufspielt, sehe ich gute Chancen, dass wir in Paris überraschen. Ausfälle wie Benzema, Pogba, Kanté und Co. tun selbst den Franzosen richtig weh. Sie sind der Favorit, aber 100 Prozent eingespielt werden sie nicht sein!
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