Innsbrucks Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP) kritisiert Stadtchef Georg Willi von den Grünen. Dieser solle endlich seinen Strategiepfad Richtung Energieautonomie aufnehmen.
„Alles klar machen zur Wende!“, wird auf Segelbooten gerufen, wenn die Segel „gewendet“ werden, um durch den Wind das gewünschte Ziel zu erreichen. Alles klar machen zur Energiewende - so könnte man die Devise unserer Zeit beschreiben. Wer sich aus Klimaschutz-Gründen noch nicht überzeugen ließ, für den ist die Inflation vielleicht ein gutes Argument.
Neben Wasserkraft müssen wir auf weitere erneuerbare Energieformen setzen.
Vizebürgermeister Johannes Anzengruber
Denn Gas und Öl steuern die Teuerung massiv. „Neben Wasserkraft müssen wir auf weitere erneuerbare Energieformen setzen. Dazu sollen alle Fraktionen geschlossen an einem Strang ziehen und Beschlüsse auch entsprechend umgesetzt werden“, wünscht sich Innsbrucks Vize-BM Johannes Anzengruber und verweist auf einen vor eineinhalb Jahren eingebrachten PV-Masterplan, der vor sich „hinschlummere“. Ein Antrag für die Erweiterung im Gewerbegebiet Rossau bezüglich der PV-Anlage habe das gleiche Schicksal erlitten.
Anzengruber will Studie zu Energiepotenzialen
Bürgermeister Georg Willi kontert: Der PV-Masterplan befinde sich in der Umsetzung, das brauche Zeit. Am kommenden Donnerstag will er über den aktuellen Stand berichten. Für Anzengruber ist jedenfalls klar: „Neben der Energieautonomie gehört auch das Thema Einsparungen durch thermische Sanierung ganz oben auf die politische Agenda“, fordert er.
Er sehe auch eine Energiepotenzialstudie als dringend notwendig. So könne er sich auch vorstellen, weitere Potenziale zu nützen, wie die Nutzung von industrieller Abwärme, Biomasse, Geothermie oder - sehr umstritten in Tirol - Windkraft. Um die Energieautonomie zu schaffen, wünscht sich Johannes Anzengruber, dass alle an einem Strang ziehen, wenn es endlich heißt: Alles klar machen zur Wende!








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