Aufklärung gefordert

Skandal-Heim: NEOS schalten Kontrollamt ein

Salzburg
15.09.2022 07:00

Für die Pinken ist nun die volle Aufklärung in Salzburg das Ziel. Die Opposition hat währenddessen Landesvize Schellhorn weiter im Visier.

Die Volksanwaltschaft hat, wie mehrfach berichtet, skandalöse Zustände im Senecura-Heim im Salzburger Stadtteil Lehen ans Licht gebracht. Das Handeln der Landesregierung war daraufhin zögerlich. Der zuständige Landesvize Heinrich Schellhorn (Grüne) stellt die Schließung in den Raum, falls sich die Situation nicht verbessern sollte. FPÖ und SPÖ wollen nicht länger warten – und fordern auch den Rücktritt des Landesrates.

SPÖ-Chef David Egger: „Schellhorn hat durch sein Verhalten bewiesen, dass er nicht in der Lage ist, seinen eigenen Scherbenhaufen zusammenzuräumen.“ Er fordert die sofortige Schließung des Heims und die Übernahme durch das Land. Dabei bringt Egger pensionierte Pflegekräfte ins Spiel.

Volle Transparenz und Aufklärung fordern die NEOS der Stadt Salzburg. „Auch die Stadt Salzburg subventioniert das Heim mit 110.000 Euro“, so Gemeinderat Lukas Rößlhuber. Daher schalten die NEOS im Gemeinderat nun das Kontrollamt ein. „Die Politik sollte sich nicht nur auf die nächste Wahl konzentrieren, sondern auf das Wohl der Bevölkerung“, sagt Rößlhuber.

Wie berichtet sollen nun 13 Bewohner des Hauses verlegt werden, um die Anzahl auf 50 zu reduzieren und so die Mitarbeiter zu entlasten. Einer drohenden Schließung können aber nicht alle etwas abgewinnen.

„Wenn es jetzt schon eine Wartezeit von rund sieben Monaten auf einen Pflegeplatz gibt, wie wollen sie die Personen zusätzlich in Salzburg unterbringen? Das wäre für die, die schon so lange warten, eine erhebliche Benachteiligung“, so der Sohn einer Bewohnerin des Heims. Gerade dementen Personen würde eine neue Umgebung „enorm schaden“.

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