Anrainer und Umweltschützer kritisieren die Gemeinde für ein neues Bauprojekt in Maria Enzersdorf, Bezirk Mödling, mit 15-Punkte-Streitschrift. Öko-Rebell Johann Weinwurm (82) will das Naturjuwel am Rauchkogel auch für die nächste Generation bewahren. Ein Sturm braut sich zusammen ...
Den Aufstand planen 220 Bürger aus Maria Enzersdorf und Umgebung im Hinblick auf ein Bauvorhaben bei der ehemaligen Panhans-Wiese. Der Grund dafür ist eine anrollende Betonlawine mitten im Gebiet des Biosphärenparks Wienerwald, das die Errichtung eines „großen Wohnbunkers“, eines Busumkehrplatzes und 50 bis 70 Parkplätzen auf der grünen Wiese vorsieht.
Mit einer 15-Punkte-Streitschrift gehen die empörten Aktivisten nun in die Offensive: „Das Vorhaben wird als massive Störung des Orts- und Landschaftsbildes empfunden. Es handelt sich immerhin um eine der letzten großen Wiesenflächen in Maria Enzersdorf und sollte daher auch als solche unbedingt erhalten bleiben“, so lautet ein Auszug der Kritik.
Öko-Paradies für geschützte Art
Auch für Anrainer Johann Weinwurm (82) in der Gießhüblerstraße hat die große Artenvielfalt im angrenzenden Naturjuwel Rauchkogel eine übergeordnete Bedeutung: „Es geht uns hier nicht nur um Rehe, Hasen, Füchse und Co., sondern wir haben dank der Trockenwiese auch ein einzigartiges Refugium für die selten gewordenen Gottesanbeterinnen. Ich wohne nun seit 34 Jahren in Maria Enzersdorf und die Verbauung wird auch hier immer schlimmer. Die Gemeinde soll sich doch bitteschön auch mal für unsere Umwelt einsetzen“, betont Weinwurm im Gespräch mit der „Krone“.
Am Donnerstag wurde nun der seitenlange Protestbrief fristgerecht am Gemeindeamt deponiert, man wartet jetzt auf Reaktionen!









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