Während die Lebenshaltungskosten in Tirol besonders hoch sind, sind die Löhne von Frauen besonders niedrig. Die SPÖ schlägt deshalb Alarm. Sie hat schon ein Rezept dagegen. Die Möglichkeit, Vollzeit zu arbeiten und selbstbestimmt zu leben, sei ein erster Schritt.
„Tirol ist österreichweit Schlusslicht bei den Einkommen, aber führend bei den Lebenshaltungskosten. Für Frauen gilt das noch stärker“, verdeutlicht SP-Landesfrauenvorsitzende NR Selma Yildirim. „Nur 36 Prozent der Tirolerinnen haben einen ganzjährigen Vollzeitjob, bei Männern sind es 66 Prozent. Mit Corona hat sich diese Situation nochmals verschärft.“
Die gestiegenen Mietkosten treiben Frauen und ihre Kinder in Obdachlosigkeit. Das müssen wir verhindern.
SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende NR Eva Maria Holzleitner
Es sei die Aufgabe der Politik, sicherzustellen, dass Frauen die Möglichkeit haben, Vollzeit zu arbeiten und selbstbestimmt zu leben.
Mietkosten treiben Frauen in Obdachlosigkeit
Das Patentrezept klingt bekannt: „Die Zeit ist längst reif für Halbe-Halbe bei der bezahlten und der unbezahlten Arbeit!“ Ein Schritt in diese Richtung sei eine ganzjährige, ganztägige und kostenlose Kinderbildung- und -betreuung, wie sie sich seit kurzem auch im Wahlprogramm der ÖVP findet. „In einem von drei Haushalten decken die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr. Für alleinlebende junge Frauen, Pensionistinnen und Alleinerzieherinnen ist die Situation besonders dramatisch. Die gestiegenen Mietkosten treiben Frauen und ihre Kinder in Obdachlosigkeit. Das müssen wir verhindern!“, zeigt SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende NR Eva Maria Holzleitner auf.
LA Elisabeth Fleischanderl forderte ein Umdenken in der Landesverwaltung: „Noch immer gibt es viel zu wenig Frauen in Führungspositionen, weil diese oft politisch motiviert und ohne transparente Bewerbungsverfahren vergeben werden.“ 2020 lag das mittlere Jahreseinkommen von Männern in Tirol bei 36.064, das von Frauen bei 21.712 Euro. Das ergibt einen Einkommensrückstand von 43 Prozent.








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