Die Neuausschreibung der Flugrettung sorgte im Landtag für hitzige Debatten.
Seit drei Monaten beschäftigt die künftige Versorgung mit Notarzthubschraubern die Landespolitik. Geplant ist neben dem Standort in Oberwart, auch ein neuer im Bezirk Neusiedl am See. Wie berichtet, hatte zunächst die Flugrettung Martin GmbH des Salzburger Unternehmers Roy Knaus den Zuschlag erhalten. Das Landesverwaltungsgericht hob danach die Vergabe wegen eines Formalfehlers auf. Daraufhin kündigte das Land an, die Flugrettung neu auszuschreiben.
Verärgert zeigte sich der zweitgereihte ÖAMTC, der selbst den Zuschlag beansprucht hatte. Ähnlich sah dies die ÖVP und beantragte eine Sondersitzung des Landtags, die gestern Abend über die Bühne ging. ÖVP-Klubobmann Markus Ulram kritisierte erneut, dass die Flugrettung im Burgenland neu ausgeschrieben werde. „Mit der Brechstange soll ein verlässliches System ausgetauscht werden“, kritisierte Ulram. Dadurch werde die Gesundheitsversorgung gefährdet.
Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) wies die Kritik umgehend zurück und stellte fest, dass es ihm völlig egal sei, ob der Hubschrauber, der die Flugrettung abdecke, gelb oder rot sei. „Es muss aber richtig und sauber abgehandelt werden, wie es das Gesetz verlangt“, so Doskozil über die Neuausschreibung. Zur Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts gebe es „unterschiedliche Rechtsansichten“, sie sei aber natürlich zu akzeptieren.









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