Von Steinen getroffen wurden zwei tschechische Bergwanderinnen, die mit zwei Landsfrauen auf einem für sie viel zu schwierigen Steig vom Brunnkogel absteigen wollten. Eine Hubschrauber-Crew musste die Verletzten und ihre Begleiterinnen via Tau bergen.
Vier tschechische Freundinnen im Alter von 19, 42, 46 und 48 Jahren startete am Sonntag um 9 Uhr ihre Wanderung am Parkplatz Taferlklaussee zum Brunnkogel im Höllengebirge (Gemeinde Neukirchen).
Der Aufstieg führte sie ohne Probleme über das Hochleckenhaus zu ihrem Ziel, dem Gipfel des Brunnkogels. Als Abstieg wählten sie anhand eines in einer Wander-App eingezeichneten Weges, ohne weitere Recherchen, den Franz-Scheckenberger-Steig. Dieser weist Kletterstellen bis zum Schwierigkeitsgrad II nach UIAA auf.
Route war zu schwierig
Während zwei Frauen, aufgrund ihrer Bergerfahrung, dem Steig noch irgendwie gewachsen gewesen wären, waren die 19-Jährige und die 46-Jährige (für beide war es die erste Bergtour) mit den klettertechnischen Schwierigkeiten überfordert, weshalb die vier nach etwa 200 Höhenmetern Abstieg entschieden, wieder auf- und über den Normalweg abzusteigen.
Kinderkopfgroßer Stein
Bei diesem Wiederaufstieg kam es zu einem Steinschlag, wobei die 19-Jährige von einem „kinderkopfgroßen“ Stein am rechten Unterarm getroffen und verletzt wurde. Aus Schreck darüber stürzte die 42-Jährige nach hinten und etwa zehn Meter über eine extrem steile Schotterrinne ab. Als sie zum Stillstand kam, wurde sie noch von einem faustgroßen Stein an der Stirn getroffen. Sie erlitt Prellungen am gesamten Körper sowie mehrere Rissquetschwunden.
Helikopter-Taubergung
Daraufhin verständigten sie via Notruf die Einsatzkräfte.
Da unklar war, ob die Einsatzörtlichkeit in Ebensee oder Neukirchen war, wurden beide Bergrettungsdienste alarmiert. Für eine schnelle Abklärung bzw. Suche wurde auch der Hubschrauber der Flugpolizei „Libelle OÖ“ beigezogen, der die Gruppe sichten und mittels Taurettung in Sicherheit bringen konnte. Die Verletzten wurden mit der Rettung ins Klinikum Gmunden gebracht.











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