Kampf gegen die Teuerung in Innsbruck: Informationskampagne in Planung, zwei Stellen als Ausfüllhilfen geplant, Machbarkeitsstudie in Auftrag und das Stadt-Portemonnaie ist gezückt.
Die Teuerung ist mittlerweile in voller Härte in der Gesellschaft angekommen – und zwar nicht nur beim unteren Drittel, sondern auch beim Mittelstand. Auf Bundes-, Landes- und Stadtebene wird an verschiedenen Stellen der Bevölkerung unter die Arme gegriffen, so wurden beispielsweise im Juni-Gemeinderat der Stadt Innsbruck ein erstes Anti-Teuerungspaket von 2,7 Millionen Euro beschlossen.
Überblick über Hilfen verloren
Doch es ist kompliziert: Vom Teuerungsbonus bis hin zu Gutscheinen für den Schwimmunterricht hat man schnell den Überblick verloren. Dass manche Hilfen automatisch ausbezahlt werden, für andere Unterstützungen aber erst ein Antrag gestellt werden muss, macht die Sache auch nicht unbedingt leichter. Damit das Ganze nicht mehr Nerven kostet, als es beruhigen sollte, plant die Stadt Innsbruck derzeit zwei Stellen, die beim Ausfüllen der Formulare helfen, wie Innsbrucks BM Georg Willi (Grüne) gestern in einer Pressekonferenz mitteilte. Dass Ausfüllhilfen gefordert sind, kam bei einer Befragung der Sozialen Einrichtungen heraus. Ebenso kam heraus, dass auch Scham, zum Beispiel wegen des Weges zum Sozialmarkt, immer noch eine Rolle spielt. „Dabei trifft es momentan so viele, man ist in dieser Situation nicht allein“, erklärte Bürgermeister Willi. Damit die Bevölkerung weiß, welche Hilfen es überhaupt gibt, plant er auch eine Informationskampagne: „Die besten Pakete nützen nichts, wenn die Menschen nicht wissen, wie und wo sie überhaupt zu ihrem Geld kommen.“
Studie in Auftrag
Zu guter Letzt wurde Leonhard Dobusch vom Wirtschaftsinstitut der Uni Innsbruck beauftragt, bis zum Herbst eine Machbarkeitsstudie bereitzustellen, aus der hervorgeht, was die Innsbrucker im Moment am dringendsten brauchen. Der für das Budget verantwortliche Bürgermeister könne sich dann gut vorstellen, zwischen einer und 2,5 Millionen Euro bereitzustellen.
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