Als erste Fraktion präsentierte die SPÖ Tirol Teil eins ihrer Wahlkampf-Plakate. Im Mittelpunkt steht dabei nur einer: Spitzenkandidat Georg Dornauer. Kritik übt er vor allem an der ÖVP.
Aufgekrempelte Ärmel, leicht vorgebeugte Haltung, die Hände am Tisch, neutraler Gesichtsausdruck und den Blick fest in die Kamera, roter oder weißer Hintergrund. Auf den Plakaten ist er alleine, kein anderes Parteimitglied, keine Listenzweite Elisabeth Blanik – auch auf allseits beliebte Kleinkinder oder Hunde wurde verzichtet. „Dornauer packt’s an“, scheint die Bildsprache der ersten Wahlkampfplakate zu sein, die die Roten am Mittwoch präsentierten.
Lösungen finden sich auf Plakaten keine
Und Dornauer teilt aus. „Statt Alkohol und Psychopharmaka: Wie wäre es mit einer neuen Regierung?“ Ein Seitenhieb auf die Bundes-VP! „Stillstand ist für Tirol eine Katastrophe und für die Schwarzen Programm“ - einer auf die VP im Land. Inhaltliche Themen, für die die SPÖ eine sozialdemokratische Lösung finden will - allen voran dem leistbaren Wohnen, aber auch Wasserkraftwerke und Fotovoltaikanlagen sollen schneller umgesetzt werden -, findet man auf den Plakaten nicht.
SPÖ und ÖVP: Zwischen Kritik und Kuschelkurs
Bei aller Kritik an den Schwarzen hat Dornauer aber klar gemacht: Die SPÖ hat genug von der Oppositionsreihe und möchte wieder zurück in die Regierung. Und zwar in einer Zweier-Koalition mit der VP: Weil die nach derzeitigen Umfragen zwar massive Verluste hinnehmen muss, aber dennoch stimmenstärkste Partei werden dürfte.
Eine Dreier-Koalition findet Dornauer „wenig sinnstiftend“. Ziel sei jedenfalls, das Ergebnis von 2018 noch zu übertreffen. Damals war die SPÖ zweitstärkste Partei mit 17,3% . Zwei Sujet-Wellen der roten Plakatierung stehen den Tirolern diesen Sommer noch bevor, die nächste soll Mitte August folgen.














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