Sie gehören zum politischen Einmaleins dazu, sind bei jeder Wahl fixer Bestandteil und keine Partei lässt dieses Mittel der Eigenwerbung aus: Die Rede ist von Wahlplakaten. Auch im Zuge der diesjährigen Landtagswahlen werden sie wieder Tirol verzieren, ob man will oder nicht, es gibt kein Entrinnen. Doch unter den Parteien macht sich Unruhe breit. Was die Asfinag damit zu tun hat...
Heiß begehrt sind dafür unter anderem die Flächen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen, die von der Asfinag betrieben werden. Doch innerhalb der Parteien macht sich derzeit Unruhe breit, denn diese müssen der Asfinag „zum ersten Mal“ vorab ihre geplanten Sujets vorlegen und bezweifeln, dass die Inhalte diskret behandelt werden.
„Ja, das ist korrekt, doch das ist keine neue Regel, sondern das haben wir bereits mehrfach so gehandhabt – vielleicht nicht jedes Mal bei jeder Partei, das mag schon sein“, sagt Klaus Gspan, Asfinag-Regionalleiter für Betrieb, und führt weiter aus: „Wir haben eine Werberichtlinie, an die wir uns halten müssen und somit eine Verantwortung – Stichwort Verkehrssicherheit. So sollte auf den Plakaten entlang der Autobahnen etwa nicht zu viel Text stehen, damit die Fahrzeuglenker nicht abgelenkt werden. Daher prüfen wir, ob die Inhalte auch unseren Vorgaben entsprechen. Das ist Teil eines Formalaktes, der bei der Abwicklung der Antragstellung erfolgt.“
In der Vergangenheit wurden bereits Wahlplakate aufgestellt, die nicht ideal waren. Aus diesem Grund sehen wir mittlerweile genau hin.
Asfinag Tirol-Pressesprecher Alexander Holzedl
Es gehe hier nicht nur um den Inhalt, sondern auch um die Größe der Plakate. „Fallen die Plakate zu groß aus, könnte das verkehrssicherheitstechnisch ebenfalls problematisch sein. In der Vergangenheit wurden bereits Wahlplakate aufgestellt, die nicht ideal waren. Aus diesem Grund sehen wir mittlerweile genau hin“, betont Asfinag Tirol-Pressesprecher Alexander Holzedl.
„Eine Agentur arbeitet teils für mehrere Parteien“
Mit den Parteien habe man in dieser Causa nichts zu tun, sondern von den Parteien beauftragte Agenturen wickeln diese Vertragserstellungen ab und seien daher die Ansprechpartner. „Teils arbeitet eine Agentur für mehrere Parteien, also nicht jede Partei hat ihre eigene Agentur“, klärt Span auf. Die Angst, dass bei der Asfinag etwas durchsickere, sei somit nicht gegeben. Man könne eine „100-prozentige Diskretion“ garantieren.














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