ÖFB-Profi kehrt heim

Nach „Schock“ wartet nun das Gerangel mit Rapid

Große Vorfreude auf die Rückkehr: Polen-Legionär David Stec, der in der heimischen Bundesliga für den SKN St. Pölten und den TSV Hartberg auflief, trifft mit Lechia Gdansk in der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation auf den SK Rapid Wien. Mit krone.at spricht er über den „Schock“ im Spiel gegen Akademija Pandev und das spannungsgeladene Duell mit Grün-Weiß.

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Der Grundstein zum Aufstieg in die zweite Quali-Runde wurde mit einem 4:1-Erfolg im Hinspiel gegen Akademija Pandev gelegt. Eine Partie, die jedoch auch für Negativschlagzeilen sorgte: Im Fanblock der polnischen Fans kam es zu wilden Ausschreitungen, das Spiel war für rund 40 Minuten unterbrochen. „Für mich war das auch etwas ganz Neues, so etwas habe ich nur aus Videos gekannt. Das war für alle ein Schock, viele Bekannte haben mich nach dieser Aktion gefragt, was genau passiert ist. 40 Minuten in der Kabine zu warten und sich warm zu halten, ist auch etwas, was ich noch nie erlebt habe“, schildert der 28-jährige Österreicher. „Zum Glück ist niemandem etwas Schlimmes passiert.“

Viele Nachrichten aus Wien
Zurück zum Sportlichen: Mit einem 2:1-Auswärtserfolg legten Stec und Co. im Rückspiel am vergangenen Donnerstag nach und stiegen mit einem Gesamtscore von 6:2 auf. „Wir wussten, dass wir Favorit sind, aber die Erleichterung ist jetzt sehr groß“, ist Stec die Freude anzuhören. Nun wartet auf den Verteidiger das brisante Duell mit Rapid. Die erste Partie geht am Donnerstag in Wien-Hütteldorf über die Bühne, das Rückspiel eine Woche später in Danzig. „Ich habe gleich nach der Auslosung viele Nachrichten von Freunden aus Wien bekommen, dass wir die erste Runde überstehen sollen.“ Kein Wunder, hat er in Österreich ja einiges erlebt: Von 2014 bis 2018 lief Stec für die Profis des SKN St. Pölten auf, wurde Meister in der Ersten Liga und machte sich in der Bundesliga auf der Rechtsverteidiger-Position einen Namen. Nach drei Jahren bei Pogon Stettin trug er im Herbst des Vorjahres das Trikot des TSV Hartberg.

Zwei Neue werden bei Rapid „wichtige Rolle spielen“
Die Bundesliga-Erfahrung von Stec wird in der Matchvorbereitung der Polen von großer Bedeutung sein. „Ich verfolge die österreichische Bundesliga nach wie vor. Ich weiß, bei Rapid hat sich sehr vieles getan, aber sie haben trotzdem eine sehr gute Mannschaft“, analysiert Stec und streicht zwei grün-weiße Neuzugänge heraus: „Ich glaube, dass sie mit Burgstaller und Sollbauer zwei erfahrene Spieler dazubekommen haben, die sicher eine wichtige Rolle spielen werden.“

Sieg mit Hartberg gibt Hoffnung
Und welche Liga ist aus seiner Sicht nun die stärkere? „Für mich sind die Bundesliga und die Ekstraklasa zwei ganz unterschiedliche Ligen, die man schwer vergleichen kann. In Österreich spielt man einen schnelleren Fußball - und in Polen ist es robuster.“ Die Bilanz von Stec gegen Rapid: ein Sieg, drei Unentschieden, sechs Niederlagen. Dennoch ist die Hoffnung auf den Aufstieg groß: „Mein letztes Spiel im Allianz-Stadion bei Rapid war mit Hartberg - und das konnten wir für uns entscheiden. Deswegen hoffe ich, dass es auch diesmal klappen wird.“

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