Die steirische Exekutive bildet Polizeibeamte zu Gefahrgut-Experten aus. Die „Steirerkrone“ war bei Kontrollen entlang der Südautobahn dabei.
Die Fahrerkarte wird genau unter die Lupe genommen, die Ladung überprüft, Papiere werden durchgeblättert und der Lkw bei einem Rundgang auf Mängel untersucht. „Eine gründliche Kontrolle kann bis zu einem halben Tag dauern“, erklärt Chefinspektor Gerhard Fassolder.
Am Donnerstagvormittag mussten elf Polizeibeamte auf dem Verkehrskontrollplatz Ilztal anwenden, was sie eine Woche lang in ihrer Schulung über Gefahrgut im Schwerverkehr gelernt haben. Es war die erste Ausbildung in diesem Fachbereich seit 2019.
Kurz nach 8.30 Uhr stellte der Hartberger Hubert Petz, einer der beiden Ausbildner, mit einem Knopfdruck das Leitsystem der Asfinag so um, dass alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Kontrollstelle passieren mussten.
Polizei sucht Gefahrgut-Experten
Gemeinsam mit erfahrenen Kollegen schritten die „Neulinge“ zur Tat. In den drei Stunden wurde man fündig: Ein Lkw-Lenker mit manipulierter Fahrerkarte, der Ruhezeiten umgehen wollte, wurde erwischt. Bei anderen Lkw fehlte die vorgeschriebene Ausrüstung oder war die Ladung unzureichend gesichert.
Für die Beförderung von Gefahrgut gelten strenge Regeln hinsichtlich Kennzeichnung und Lenkberechtigung. Für Privatpersonen sind aber Ausnahmen vorgesehen. So dürfen gefährliche Flüssigkeiten bis zu 240 Litern ohne Auflagen mitgeführt werden, wenn sie in Behältern zu je maximal 60 Litern abgefüllt sind. Das gilt für alle Stoffe, die im regulären Handel erhältlich sind. Die Ladung muss freilich so gesichert sein, dass bei normaler Fahrt nichts davon in die Umwelt oder auf die Fahrbahn gelangen kann.
Jährlich führt die Polizei österreichweit bis zu 11.000 Gefahrgutkontrollen durch. In der Steiermark befindet sich neben dem Platz nahe Ilz in Gersdorf (A9) eine zweite Kontrollstelle. Die Polizei sucht dringend Nachwuchs in der Gefahrgutkontrolle, denn es steht eine Pensionierungswelle an.














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