Drei Opfer seit 2019

Dristner wurde wieder zum Todesberg für Alpinisten

Tirol
08.07.2022 06:00

Er ist ein gefährlicher Grasberg - der Dristner. Der Hausberg von Ginzling in Tirol forderte erneut ein Todesopfer - bereits das dritte Opfer seit 2019. Abstürze enden hier leider in den meisten Fällen fatal.

Das extrem steile, felsdurchsetzte Grasgelände des Dristners ist am Mittwoch einem sehr erfahrenen Zillertaler Alpinisten zum tödlichen Verhängnis geworden. Der 79-Jährige dürfte im Gipfelbereich abgestürzt sein. Sein Sohn schlug gegen 15 Uhr Alarm, weil der Vater mittags nicht nach Hause gekommen war. Die Einsatzkräfte entdeckten dann gegen 16.30 Uhr die Leiche des 79-Jährigen ungefähr 200 Meter unter dem Gipfel in einer Rinne. Die Libelle Tirol flog den Verunglückten schließlich hinunter ins Tal.

Junge Menschen starben
Schon im Sommer bzw. Herbst 2019 hatte der Dristner zwei Todesopfer gefordert. Damals war im August ein 21-jähriger Deutscher, der den Ginzlinger Hausberg für einen Flug mit dem Paragleiter bestiegen hatte, tödlich abgestürzt. Seine Begleiterin (21) rutschte ebenfalls ab, kam aber mit dem Schock davon. Und im Herbst 2019 stürzte dann eine junge Zillertalerin (22) während des Abstiegs rund 200 Meter Richtung Floitengrund und damit in den Tod.

Nicht schwierig, aber heimtückisch
„Der Dristner ist - gute Kondition vorausgesetzt - nicht schwierig. Aber wenn man auf dem steilen Grasberg ins Rutschen kommt, ist man praktisch verloren“, warnt der Ginzlinger Bergführer Christian Eder, Ausbildungsleiter Alpin der Bergrettung Tirol. Bei Nässe steigt die Gefahr eines verhängnisvollen Absturzes noch einmal deutlich.

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