Jaissle, Ilzer & Co.

Frauen-EM: Bundesliga-Trainer über unsere Chancen

Während Österreichs Männer-Fußball-Bundesligisten mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison stecken, ist Österreichs Frauen-Nationalteam ab Mittwoch bei der EM in England im Einsatz. Ob dort wie bei der Premiere 2017 die Gruppenphase gemeistert werden kann, wird sich weisen. Die Coaches der Männer-Oberhaus-Clubs trauen ÖFB-Kapitänin Viktoria Schnaderbeck und Co. jedenfalls wieder ein erfolgreiches Abschneiden zu, wie eine Umfrage ergab.

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„Unser Frauen-Team hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie auf internationalem Top-Niveau spielen können - mit dem sensationellen Halbfinaleinzug 2017 haben sie das ganze Land begeistert. Ich traue ihnen auch dieses Jahr wieder einen richtigen Lauf zu, obwohl mit England und Norwegen schon in der Vorrunde zwei richtige Kapazunder warten“, sagte Sturm-Graz-Trainer Christian Ilzer. Auch Austria-Wien-Coach Manfred Schmid blickte optimistisch voraus: „Ich traue dem Team einiges zu. Wenn sie mit einer gewissen Überzeugung in das Turnier gehen, dann sind sie auf jeden Fall für eine Überraschung gut.“

Rapids Ferdinand Feldhofer sah das ähnlich: „Es ist sicher nicht die einfachste Gruppe. Ich hoffe und traue es unserem Nationalteam auch zu, dass sie mit viel Mentalität und Einsatzwillen für eine Überraschung sorgen können.“ Auch WAC-Trainer Robin Dutt traut der ÖFB-Auswahl trotz zweier „sehr starker“ Gegner eine Überraschung zu. „Ich denke, dass sie sich durchaus für das Viertelfinale qualifizieren können, wenn sie ihr Potenzial voll ausschöpfen“, meinte der Deutsche.

Rieds Christian Heinle ging noch einen Schritt weiter und ist davon überzeugt, dass der Sprung unter die letzten acht gelingt. „Irene Fuhrmann und ihr Team werden die Mannschaft bestens einstellen, sodass einer der ersten beiden Gruppenplätze erreicht wird“, sagte der 37-Jährige. In der Qualifikation hatte Österreich nur gegen Frankreich (1 Remis, 1 Niederlage) nicht gewonnen, der Lohn war das EM-Ticket als einer der besten Gruppenzweiten. „Wenn die Damen so spielen wie in der Qualifikation, ist sicher einiges möglich“, meinte Hartberg-Trainer Klaus Schmidt.

Schon zum Auftakt wartet im ausverkauften Old Trafford Stadium gegen die als klarer Favorit ins Match gehenden Gastgeberinnen am Mittwoch ein absolutes Highlight. „Der Fußball hat schon oft bewiesen, dass man nicht Favorit sein muss, um Spiele zu gewinnen“, betonte WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger. Der Tiroler traut der Fuhrmann-Truppe trotz zweier „extrem hart zu knackender“ Gegner „viel“ zu. Geht es nach Peter Pacult, so hat das Auftaktspiel für den weiteren Turnierverlauf eine große Bedeutung. „Ich hoffe, dass sie gut in das Turnier starten, dann ist der Einzug in die K.o.-Phase möglich“, sagte der Klagenfurt-Coach.

Danach wartet am 11. Juli EM-Neuling Nordirland und am 15. Juli zum Gruppe-A-Abschluss der zweifache Europameister Norwegen. „Österreich ist definitiv in der Lage zu überraschen. Vor allem gegen Nordirland und Norwegen ist sicherlich einiges drinnen und aufgrund der Stabilität des Teams traue ich ihnen vieles zu“, verlautete Altachs Sportlicher Leiter Werner Grabherr. Doch nicht alle sehen das so. Aufgrund zweier „schwerer Brocken“ werde es laut Salzburgs Matthias Jaissle nicht einfach, die Gruppe zu überstehen. Für LASK-Coach Dietmar Kühbauer wäre der Aufstieg angesichts der Ausgangslage ein „großer Erfolg“.

Am 15. Juli startet bereits die Männersaison mit der ersten ÖFB-Cup-Runde, die Liga dann am 22. Juli. Für die Coaches ist das Frauen-Turnier daher klarerweise nur ein Randthema aufgrund der eigenen Verpflichtungen bei den Clubs. Der Großteil wollte sich aber trotzdem zumindest die eine oder andere Partie live im TV anschauen, Schmidt etwa das Eröffnungsspiel. „Das ist fix in meinem Kalender eingetragen“, gab der Steirer preis

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