29.06.2022 09:00 |

Aufregung in Wohnhaus

Nachbarin verzweifelt: „Wie ein stinkender Geist“

Seit Monaten stinkt es permanent im Stiegenhaus eines Innsbrucker Mehrparteienhauses. Für die Bewohner wird der Zustand immer schlimmer, nun ist sogar die Gesundheit gefährdet. Dagegen tun kann man offenbar nichts. Oder doch?

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Als „Krone“-Redakteurin Nadine Isser zum bereits zweiten Mal für einen „Lokalnasenschein“ vor Ort war, schlug ihr schon im Stiegenhaus ein derart penetranter Geruch entgegen, dass sie sofort an die frische Luft musste – sonst wäre noch ein Unglück passiert, das dem Geruch im Stiegenhaus sicher nicht zuträglich gewesen wäre. „Das ist noch gar nichts!“, schildert eine Nachbarin die Situation, „da wurde frisch geputzt, normalerweise ist es noch viel schlimmer!“

Als Beweis geht sie, ohne die Nase zu rümpfen, voran in ihre Wohnung: „Wenn das immer so wäre, dann könnte man es ja noch ertragen.“

Raumspray setzt der Frau ordentlich zu
Kürzlich berichtete die „Tiroler Krone“ über Geruchsbelästigung in einem Mehrparteienhaus in Innsbruck. Vor wenigen Wochen hatte sich die Frau gemeldet, die weder ein noch aus wusste: Aus einer Wohnung in ihrem Stock drang ein Geruch nach Fäkalien, Urin, faulen Eiern und Verwesung. Der Grund für das erneute Zusammentreffen ist, dass sich die Situation für die Pensionistin verschlimmert hat: Mehrfach an den Stimmbändern operiert, hatte sie schon lange Probleme im Hals-Brust-Bereich. Nun verschlimmert sich das Problem durch den vielen Raumspray, den sie für das Stiegenhaus braucht, um den Geruch halbwegs erträglich zu machen. „Sonst muss ich mich übergeben“, verdeutlicht die Pensionistin.

„Er ist wie ein stinkender Geist“
Als die „Krone“ vor Ort ist, ist der Bewohner der betroffenen Wohnung nicht anzutreffen. „Er macht aber sowieso nie auf“, erklärt die Frau. Viel weiß sie nicht über ihn, „er ist wie ein stinkender Geist. Man hört und sieht nichts, nur einmal habe ich gesehen, wie er vom Einkaufen gekommen ist. Ein älterer, magerer Herr, der offenbar krank ist. Der Hausmeister sagt, er habe einmal die Wohnung gesehen, die sei ordentlich. Aber er will sich offenbar nicht helfen lassen. Da muss man doch was unternehmen!“

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Man hört und sieht nichts, nur einmal habe ich gesehen, wie er vom Einkaufen gekommen ist.

Die Nachbarin

Die Situation ist verzwickt. Die Polizei kann nicht helfen, weil dieser Fall nicht ins Strafrecht fällt. Beamte werden trotzdem einmal vorbeischauen - gibt man der „Tiroler Krone“ Auskunft - und ihre Hilfe anbieten. Das zuständige Amt in der Stadt Innsbruck sagt, es gäbe eigentlich nur über das Zivilrecht eine Möglichkeit, einzuschreiten. Man könnte vielleicht auch einen Sozialarbeiter vorbeischicken. Alles schwierig, wenn der Herr seine Ruhe haben möchte.

Immobilienfirma hat nun Kontakt aufgenommen
Der kontaktierte Vermieter möchte sich nicht äußern. Es scheint dennoch etwas in Bewegung gekommen zu sein: „Eine Frau von einer Immobilienfirma hat sich bei mir gemeldet“, erzählt die betroffene Pensionistin, „man werde einschreiten“. Hoffentlich – sowohl für die Geruchs-geplagten Hausbewohner als auch für den Mann selbst.

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