Dramatische Szenen spielten sich am Montag in einem Klettergarten in Pöls (Steiermark) ab: Ein 23-jähriger Mann fiel aus noch unbekannter Ursache zwölf Meter ungebremst in die Tiefe. Dabei zog er sich derart schwere Verletzungen an den Beinen zu, dass eine Taubergung mittels Hubschrauber nicht möglich war.
Der 23-jährige Murtaler befand sich mit zwei Freunden (19, 20) im Sportklettergarten. Nach mehreren absolvierten Kletterrouten versuchten die Männer gegen 20.30 Uhr schließlich die schwierigste Route: die sogenannte „Antihydral“ mit dem Schwierigkeitsrad UIAA 9.
Fehler beim Sichern?
Dazu hängten sie laut einem Bericht der Polizeidirektion Steiermark das Sicherungsseil auf einer leichteren Nebenroute von oben (Toprope) ein. Der 19-Jährige kletterte nach mehreren Versuchen diese schwierige Route schließlich beinahe bis zum Ende. Gesichert wurde er dabei von seinem 20-jährigen Freund. Plötzlich kam jedoch der 23-Jährige zu Sturz und fiel etwa zwölf Meter ungebremst zu Boden.
Notarzthubschrauber musste abdrehen
Eine Taubergung war aufgrund der schweren Beinverletzungen nicht möglich, weshalb der Notarzthubschrauber wieder abdrehen musste. Einsatzkräfte der Bergrettung und Feuerwehr Pöls sowie ein Notarzt versorgten den Murtaler an Ort und Stelle, er wurde in das LKH Judenburg transportiert.
Die klärende Frage wird sein, wie es zur Unterbrechung der sogenannten Sicherungskette kommen konnte.
Alpinpolizist Wolfgang Murer
Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit unklar. Die Alpinpolizei Murtal hat die Ermittlungen aufgenommen. „Für uns steht die Unfallursache im Fokus. Wir werden den Sachverhalt rekonstruieren. Die klärende Frage wird sein, wie es zur Unterbrechung der sogenannten Sicherungskette kommen konnte“, so Wolfang Murer von der Alpinpolizei Murtal.
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