28.06.2022 17:00 |

Last-Minute-Urlaube

Reiselust groß, aber oft Abstriche bei Schnäppchen

„Ab in den Süden, der Sonne hinterher!“ Dieses Motto nehmen sich in diesem Sommer auch viele kurzentschlossene Tiroler zu Herzen. Wer sucht, findet gute Last-Minute-Angebote. Man muss aber flexibel sein.

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Hauptsache warme Temperaturen, ein günstiges Angebot und nichts wie weg. Ganz spontan – und günstig – in den Urlaub ist auch in Tirol eine beliebte Option. Zumindest in den auf Last-Minute-Angebote spezialisierten Reisebüros können Sonnenhungrige das eine oder andere Schnäppchen ergattern. „Wer flexibel ist, findet immer etwas“, ist Peter Hörömpö vom Reisebüro „L’TUR“ in Innsbruck überzeugt. „Es gibt noch Flugreisen – auch ab Innsbruck – unter 600 Euro! Dafür findet man in Österreich nicht einmal ein Hotel“, schmunzelt der Last-Minute-Experte. Die Nachfrage sei derzeit jedenfalls groß. „Einige möchten sogar gleich am nächsten Tag verreisen.“ Man darf dann aber wohl nicht wählerisch sein.

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Kroatien und die obere Adria sind so gut wie ausgebucht. Wer sonst auf Last-Minute setzt, muss jetzt Abstriche machen.

Kati Pletzer-Ladurner, Chefin von "Die Profiurlauber" in St. Johann in Tirol

Für Familien wäre frühes Buchen die bessere Wahl
Dass Urlauber, die erst jetzt buchen, teilweise Abstriche machen müssen, weiß auch Kati Pletzer-Ladurner vom Reisebüro „Die Profiurlauber“ in St. Johann in Tirol. „Die obere Adria und Kroatien sind so gut wie ausgebucht“, verrät die Reise-Spezialistin. „Bei den restlichen Mittelmeerdestinationen bekommt man auch jetzt noch etwas, aber vielleicht nicht genau das, was man sich erträumt hat.“ Speziell Familien wären besser beraten gewesen, wenn sie bereits im Jänner oder Februar gebucht hätten. „Es hat nämlich zum Teil sehr gute Frühbucher-Rabatte gegeben“, so die Unterländerin. Und auch die steigenden Energiekosten ließen die Flugpreise stark ansteigen.

Ähnlich sieht es Andreas Kröll, Geschäftsführer von Christophorus Reisen. Es habe sich bewahrheitet, dass diejenigen besser ausgestiegen sind, die sich früh für ein Urlaubsziel entschieden haben. „Es sind zwar auch in der Hochsaison noch kurzfristig Plätze in Hotels, im Flugzeug oder bei Busreisen verfügbar, aber Schnäppchen um etwa 399 Euro, wie wir sie vor fünf, sechs Jahren hatten, gibt es nicht mehr“, schildert der Zillertaler – auch weil Reiseanbieter, die sich einen irren Preiskampf geliefert haben, mittlerweile in Konkurs geschlittert sind.

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Niemand hat mehr etwas zu verschenken. Solche Schnäppchen, wie wir sie vor fünf oder sechs Jahren hatten, gibt es nicht mehr.

Andreas Kröll, WK-Obmann der Reisebüros

Pärchen geben mehr Geld für exklusive Urlaube aus
Und wie spendabel sind die Tiroler, wenn es um ihren Urlaub geht? „Einige sind sich wohl noch unsicher, ob ein Urlaub finanziell möglich ist. Viele hatten schließlich aufgrund von Corona lange keine Arbeit oder waren in Kurzarbeit. Besonders bei Familien ist uns das aufgefallen“, sagt Pletzer-Ladurner. Paare geben aber mehr Geld aus und buchen exklusivere Reisen.

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