23.06.2022 23:21 |

Keine Entscheidung

Wieder weiterwurschteln bei Mini-U-Bahn

Alle Stadtparteien wollen den Nahverkehr ausbauen, aber jeder hat einen anderen Zugang. Der wichtige Beschluss für den S-Link ist wegen zu vieler offener Fragen verschoben worden.
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Es ist ein 200-Millionen-Euro-Projekt, gemeint ist die erste Etappe des S-Link – das Mini-U-Bahn-Projekt für Salzburgs Innenstadt. Der erste Amtsbericht dazu hat aber nur fünf Seiten – dies bemängeln fast alle Stadtparteien, mit Ausnahme der ÖVP. Allerdings hat der Bericht knapp 100 Seiten Anlagen. Weitere Kritikpunkte, vor allem hinsichtlich des Finanzierungsrahmens, teilten SPÖ und Bürgerliste bei der Sitzung des Planungsausschusses der Stadtgemeinde Salzburg am Donnerstag mit.

Eigentlich hätte hier der erste Beschluss für die erste Teil-Trassenführung und die ersten Bau-Kosten gefasst werden sollen – bekanntlich steuert die Stadt 50 Millionen Euro bei, den Rest Bund und Land. Doch nach zwei Stunden Diskussion wurde es wieder nichts mit einem Beschluss. „Wir müssen jetzt mal politisch ja sagen“, fanden die VP-Vertreter. „Wir wollen wissen, wo die Reise hingeht“, entgegneten SP-Vertreter und bemängelten eine fehlende Kosten-Nutzen-Analyse.

Ingeborg Haller (Bürgerliste) erinnerte an eine Broschüre der ÖVP aus den 90ern, wo es um eine solche U-Bahn-Idee samt Mirabell-Haltestelle ging: „Hätte man das damals schon gemacht, könnten wir jetzt vom Mirabell aus in 20 Minuten in Hallein sein.“ Sie sprach sich für das Projekt aus mit dem Motto „Weiterwurschteln hat keinen Sinn“. Grundsätzlich zeigten sich alle Parteien dafür, nur: Es seien zu viele Fragen offen und nicht alle Infos da – samt Kritik an der ÖVP wegen mangelnder Transparenz. Jetzt soll jedenfalls der Stadtsenat noch einmal über S-Link debattieren.

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