Anti-Teuerungspaket

300 Euro „Bonus“ für Steirer mit kleinem Börserl

Steiermark
31.05.2022 16:52

Jeder spürt es: Bei der Teuerung in allen Lebensbereichen ist kein Ende in Sicht. Das Land Steiermark legt nun erste Maßnahmen zur Entlastung vor. Davon sollen vor allem die einkommensschwächsten Steirer profitieren.

„Wir alle sind betroffen von der Teuerung. Aber: Es gibt eine Gruppe, die es alleine nicht mehr schafft“, bringt es Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ) auf den Punkt. Seit Monaten grassiert die Teuerungswelle und schlägt sich überall nieder, ob beim täglichen Einkauf, an der Zapfsäule oder beim Wohnen.

Spät, aber doch legt nun auch das Land Steiermark Entlastungs-Maßnahmen im Umfang von rund elf Millionen Euro vor. Am stärksten davon profitieren sollen jene Steirer, bei denen es finanziell am engsten hergeht.

300 Euro automatisch aufs Konto
Rund 30.000 steirische Haushalte dürfen sich daher im Juli über eine einmalige Finanzspritze über 300 Euro freuen. Wer im Mai 2022 Wohnungsunterstützung bezogen hat oder in der letzten Saison einen Heizkostenzuschuss, bekommt den sogenannten Steiermark-Bonus automatisch überwiesen.

Fakten

Jeder Haushalt, der in der letzten Periode einen Heizkostenzuschuss und/oder im Mai 2022 Wohnungsunterstützung bezogen hat, bekommt im Juli den „Steiermark-Bonus“ in Höhe von 300 Euro.

  • Heizkostenzuschuss in der Periode 21/22: 13.164 Haushalte (ca. 20.000 Personen)
  • Wohnunterstützung im Mai 2022: 18.044 Haushalte (ca. 30.000 Personen)
  • Sozialunterstützung im April 2022: 13.866 Personen (nicht automatisch anspruchsberechtigt!)

Eine große „Baustelle“ ist und bleibt das Thema Wohnen. Da die explodierenden Baukosten den sozialen Wohnbau bremsen, schraubt die Landesregierung die Wohnbauförderung nach oben. Statt 1800 Euro gibt es nun für gemeinnützige Wohnbauträger 2100 Euro Förderung pro Quadratmeter. Der wichtigste Effekt ist dabei laut Wohnbaulandesrat Johann Seitinger (ÖVP): „So merkt der Mieter praktisch keine Preiserhöhung.“

Sprit-Unterstützung für Schülertransporte und Regionalbusse
Beim teuren Treibstoff darf sich die breite Masse seitens des Landes keine Wunder erwarten, sehr wohl federt man aber die Spritkosten für private Verkehrsunternehmen ab, die etwa Schul- und Regionalbusse betreiben. 300.000 Euro lässt das Land dafür springen, da diese Betriebe „unabdingbar für den öffentlichen Verkehr sind“, so Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ).

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) gab zu bedenken, dass der Handlungsspielraum der Länder begrenzt und man von globalen Entwicklungen abhängig sei. Dabei verwies er auch auf die neuerlich anvisierte Abschaffung der kalten Progression, die bei der letzten Landeshauptleutekonferenz Thema war. „Ich glaube, dieses Mal wird das wirklich kommen, und das nützt allen Menschen“, gibt sich der Landeschef zuversichtlich.

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