28.05.2022 10:00 |

Pongauer Wahrzeichen

Minigolf mit Pongauer Dom statt Wiener Riesenrad

Peter Petritsch besaß die Hälfte des Wiener Wahrzeichens im Prater. Nun lebt er im Pongau und hat dort ein Minigolf-Abenteuerland gebaut.

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Streitigkeiten ums Erbe und ums Geld sind von der schlimmsten Sorte Streit. Peter Petritsch wollte diese Art von Zank nicht aufkommen lassen. Gemeinsam mit seiner Cousine gehörte ihm bis Ende 2019 das Wiener Wahrzeichen Nummer eins: Das Riesenrad. Der Großvater hatte die Attraktion an die Enkel vererbt. Dann habe es Auffassungsunterschiede gegeben, wie es mit dem Riesenrad weitergehe. „Ich habe mich ja nie über das Riesenrad definiert. Nach 35 Jahren war dann halt Schluss“, sagt der Junggebliebene. Seit 2010 lebt Petritsch im Pongau, genauer im St.Johanner Alpendorf. Die Liebe zu den Bergen und vor allem zum Skifahren brachte ihn damals in den Pongau.

Liebe zum Pongau entdeckt
Auch seine Liebe zum Golfsport lebt er im Pongau aus. 2016 war der Golfclub in St. Johann in finanzieller Bedrängnis und stand vor dem Aus. Petritsch half. Nun steht der kleine Club im Norden von St.Johann auf zwei gesunden Beinen.

Ab Pfingsten tritt eine neue Attraktion ins Leben des Golfclubs und von Peter Petritsch. Ein Abenteuer-Minigolf-Platz mit Pongauer Wahrzeichen.

Von der Liechtenstein-Klamm auf den Hochkönig
Die Helix-Brücke in der Liechtensteinklamm wurde im Miniaturformat in einer Golfbahn verewigt. So auch die Burg Hohenwerfen, der Pongauer Dom oder etwa das Matrashaus am Hochkönig. „In den USA gibt es alle möglichen Bauwerke oder Sehenswürdigkeiten als Minigolf-Kurs. Ich wollte das einfach machen“, so Petritsch. Mit Tourismusverband und Stadtgemeinde wurde das Minigolf-Abenteuerland aus dem Rasen gestantzt. Über 400.000 Euro hat es alleine Petritsch gekostet.

Auch Bürgermeister Günther Mitterer mag die Idee. Natürlich gefallen ihm Pongauer Dom und Liechtensteinklamm-Brücke im Kleinen am besten. „Ich finde das großartig. Aber es muss auch etwas für die Bevölkerung rausschauen“, erklärt Mitterer. Schulen und soziale Einrichtungen spielen deshalb auch zum Nulltarif am Platz.

18 Bahnen, 18 Wahrzeichen
Golf-Enthusiast Peter Petritsch (Handicap 6), ist großer Fan vom Sport im Miniatur-Format. Beim „Krone“-Lokalaugenschein, vor Eröffnung, spielt er einige Bahnen zur Probe. Petritsch spielt jede solange, bis er die kleine Kugel mit nur einem Schlag im Loch versenkt. Ab Anfang Juni sind die 18 Bahnen für alle bespielbar. Und 18 Pongauer Attraktionen auch im Kleinformat zu bestaunen.

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