25.05.2022 12:09 |

Anzeigen in Innsbruck

Razzia in Asia-Lokalen: Koch sitzt in Schubhaft

„Aktion scharf“ von Polizei und Finanz in Innsbruck: Gemeinsam mit der Lebensmittelaufsicht, dem Arbeitsinspektor und dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl wurden in der Tiroler Landeshauptstadt mehrere Asia-Lokale genau unter die Lupe genommen. Es gab einige Anzeigen und eine Festnahme. Ein Abwäscher aus Sri Lanka, der sich im Asylverfahren befindet, wollte flüchten - er konnte am Hinterausgang gefasst werden.

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Insgesamt waren acht Betriebe am Radar der Ermittler, in drei Lokalen seien Verstöße aufgedeckt worden. „Alles in allem erfolgten drei Anzeigen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz und fünf Anzeigen nach dem allgemeinen Sozialversicherungsgesetz, weil keine ordnungsgemäße Anmeldung zur Sozialversicherung vorlag“, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des Finanzministeriums.

Außerdem seien Anzeigen an das Finanzamt und die Finanzstrafsachenstelle gestellt worden, „da die Registrierkassenkontrollen zeigten, dass die Aufzeichnungen nur mangelhaft waren und der Belegerteilungspflicht nicht nachgekommen wurde.“

Abwäscher am Hinterausgang erwischt
In einem Lokal wurde laut den Ermittlern ein illegal beschäftigter Abwäscher angetroffen. „Der 30-jährige Mann versuchte zu Beginn der Kontrolle zu flüchten, konnte aber sofort am Hinterausgang gestellt werden.“ Der Grund für die Flucht: Der Mann aus Sri Lanka befinde sich im Asylverfahren, habe keine Arbeitsbewilligung und sei somit auch nicht zur Sozialversicherung angemeldet gewesen.

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Aufgrund seines illegalen Aufenthaltes wurde ein chinesischer Koch in Schubhaft genommen. Er muss Österreich nun verlassen.

Finanzministerium

In einem weiteren Lokal wurde ein 51-jähriger chinesischer Koch entlarvt, der ebenfalls nicht zur Sozialversicherung angemeldet war. Zudem hatte er keine arbeitsmarktrechtliche Bewilligung. „Aufgrund seines illegalen Aufenthaltes wurde er in Schubhaft genommen und muss Österreich verlassen“, hieß es weiter.

Minister: „Null-Toleranz-Politik“
„Jegliche Form des Betruges schadet unserem Wirtschaftsstandort sowie den redlichen Unternehmen. Schwerpunktaktionen wie diese unterstreichen unsere Null-Toleranz-Politik gegenüber diesen illegalen Machenschaften und wir werden auch in Zukunft entschlossen durchgreifen“, so Finanzminister Magnus Brunner.

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